(47) Einführung in die antike Tragödie

Shownotes

Diese Folge bildet den Auftakt unserer Miniserie zur Tragödie, der wir uns übers Jahr verteilt widmen möchten. Los geht's mit einem Überblick über das Genre. Wir besprechen unter anderem, wie die griechische Tragödie entstanden ist, woher (und ob) wir das überhaupt wissen, was Aristoteles mit Katharsis gemeint haben könnte, was Aischylos, Sophokles und Euripides so verfasst haben, und welche römischen Tragiker es außer Seneca noch gegeben hat.

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Bibliographie:

  • Aristoteles: Poetik. Griechisch / deutsch. Herausgegeben und übersetzt von Manfred Fuhrmann. Stuttgart 1982.

  • Aristoteles: Poetik. Übersetzt und kommentiert von Arbogast Schmitt. Aristoteles Werke Band 5. Berlin, 2. Auflage 2011.

  • Paulsen, Thomas: Geschichte der griechischen Literatur. Stuttgart 2004.

  • Sourvinou-Inwood, Christiane: Greek Tragedy and Ritual. In: Bushnell, Rebecca, ed.: A Companion to Tragedy. Malden, MA/Oxford/Carlton, Victoria 2005. 7-24.

  • Eden, Kathy: Aristotle's Poetics: A Defense of Tragic Fiction. In: Bushnell, Rebecca, ed.: A Companion to Tragedy. Malden, MA/Oxford/Carlton, Victoria 2005. 41-50.

  • Schiesaro, Alessandro: Roman Tragedy. In: Bushnell, Rebecca, ed.: A Companion to Tragedy. Malden, MA/Oxford/Carlton, Victoria 2005. 269-286.

  • Scullion, Scott: Tragedy and Religion: The Problems of Origins. In: Gregory, Justina, ed.: A Companion to Greek Tragedy. Malden, MA/Oxford/Carlton, Victoria 2005. 23-37.

Kapitelmarken:

(00:00:00) Intro

(00:12:25) Allgemeines zur antiken Tragödie

(00:37:29) Überblick zur Poetik von Aristoteles

Originaltext der Definition der Tragödie in 6, 1449b24–8: ἔστιν οὖν τραγῳδία μίμησις πράξεως σπουδαίας καὶ τελείας μέγεθος ἐχούσης, ἡδυσμένῳ λόγῳ χωρὶς ἑκάστῳ τῶν εἰδῶν ἐν τοῖς μορίοις, δρώντων καὶ οὐ δι' ἀπαγγελίας, δι' ἐλέου καὶ φόβου περαίνουσα τὴν τῶν τοιούτων παθημάτων κάθαρσιν.

Arbeitsübersetzung: "Die Tragödie ist also die Nachahmung einer ehrbaren und abgeschlossenen Handlung, die Größe hat; in ansprechender Sprache, wobei diese in ihren unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten jeweils anders in den Teilen (des Stücks) verwendet wird; von handelnden Personen und nicht (dargestellt) mittels eines Berichts; die durch Furcht und Mitleid eine Reinigung dieser / von diesen Gefühlen erwirkt."

Andere zentrale Begriffe: hamartia (der tragische Fehler, der den:die Protagonist:in ins Unglück stürzt), anagnorisis (der Moment der Erkenntnis), peripeteia (das Umschlagen der Handlung)

(01:03:32) Die griechische Tragödie

(01:22:20) Die römische Tragödie

Die unterschiedlichen Bezeichnungen römischer Tragödien: fabula palliata vs togata und fabula cothurnata/crepidata vs praetextata. Frühe Autoren: Livius Andronicus, Ennius, Pacuvius, Accius.

(01:49:34) Fazit und Ausblick

Was wir uns im Laufe des Jahres noch anschauen werden in je einer Folge:

  • Euripides, Medea
  • Seneca, Medea
  • Christa Wolf, Medea: Stimmen
  • Ferdia Lennon, Glorious Exploits (dt. Glorreiche Taten)