Deep Dive 2026: Die Annales von Tacitus -- (07) Buch 11

Shownotes

Wir sind in der zweiten Hälfte der Annales angekommen und damit (nach einer großen Lücke) bei Kaiser Claudius im Jahr 47 n. Chr. Wir diskutieren unter anderem, welches Bild von Claudius vorherrscht, der die Affären seiner Frau Messalina nicht bemerkt, politisch (und philologisch) aber durchaus interessante Ideen einbringt.

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Bibliographie:

  • Tacitus. The Annals. The Reigns of Tiberius, Claudius, and Nero. A new translation by J. C. Yardley. Oxford 2008.
  • Cornelius Tacitus: Pars 1+2 Ab excessu divi Augusti (Annales). Ed. H. Heubner. Berlin/Boston 1994.
  • Riess, Werner: Die Rede des Claudius über das ius honorum der gallischen Notablen, Forschungsstand und Perspektiven. Revue des Études Anciennes 105, 2003, 211-249.

Kapitelmarken:

(00:00:00) Intro

(00:03:22) Zusammenfassung des 11. Buchs und des Bilds von Claudius

(00:13:57) 11.1-7: Die Intrigen von Messalina

(00:20:56) 11.8-22: Außenpolitik, Neros Auftritt und neue Buchstaben

(00:37:15) 11.23-25: Erweiterung des Senats mit ausführlicher Textstelle

at cum Senonibus pugnavimus: scilicet Vulcsi et Aequi numquam adversam nobis aciem instruxere. capti a Gallis sumus: sed et Tuscis obsides dedimus et Samnitium iugum subiimus. ac tamen, si cuncta bella recenseas nullum breviore spatio quam adversus Gallos confectum: continua inde ac fida pax. iam moribus artibus adfinitatibus nostris mixti aurum et opes suas inferant potius quam separati habeant. omnia, patres conscripti, quae nunc vetustissima creduntur, nova fuere: plebeii magistratus post patricios, Latini post plebeios, ceterarum Italiae gentium post Latinos. inveterascet hoc quoque, et quod hodie exemplis tuemur, inter exempla erit.

(01:22:50) 11.26-38: Der Fall von Messalina

(01:40:05) Fazit

Transkript anzeigen

00:00:08:

00:00:16: Unklassisch!

00:00:18: Der Podcast für Latein und Antike im XXI.

00:00:23: Jahrhundert mit Patrick und Jana.

00:00:39: Herzlich Willkommen zurück oder vielleicht auch neu bei Unklassisch, hier ist wieder unser Diebdive zu Tarsitus und ja jetzt sind wir in der zweiten Hälfte des überlieferten Werkes angekommen.

00:00:52: Mit Wir meine ich natürlich wie immer auf Patrick.

00:00:55: Ja hallo Freue mich dass wir In der zweiten Hälfte sind und mal ein bisschen was anderes sehen, einen anderen Kaiser.

00:01:02: Ja, Zeitwürz ne?

00:01:04: War ja schön mit Tiberius aber...

00:01:06: Schön!

00:01:07: Ist auch immer schön etwas anderes dann.

00:01:09: Aber viel netter oder so wird es ja eh nicht haben wir schon.

00:01:12: Nee, Spoiler das wird jetzt leider nicht erfreulich erfüchtig.

00:01:17: Genau also in der zweiten Häfde sind wir.

00:01:19: Wir hatten ja in der letzten Folge schon diese größere Lücke im Buch fünf und sechs Und da haben wir auch drüber gesprochen wo Die ist und wie groß die ist.

00:01:28: Und nach Buch sechs, da sind wir geendet mit dem Tod von Tiberius, kommt jetzt eine leider noch viel größere Lücke bis wir in Buch elf wieder einsetzen.

00:01:39: Das heißt, Buch sieben, acht, neun und zehn ist komplett weg.

00:01:44: Von Buch elf ... Da sind wir auch in der zweiten Handschrift.

00:01:47: Es gibt ja zwei Handschriften von den Analys, eines bis sechs mit der Lücke und einer elf bis sechzehn.

00:01:55: Also auch von dieser zweiten Hälfte gibt es nur diese eine Handschrift, was ich auch immer wild finde.

00:02:01: Und der Text setzt auch nicht am Anfang von Buch elf ein sondern mittendrin also auch mitten im Satz.

00:02:09: Das heißt wir haben Buch Elf auch nicht komplett, sondern nur so weiss nicht zwei Dritte

00:02:14: vielleicht?

00:02:14: Ein bisschen mehr

00:02:15: als die Hälften.

00:02:16: Ja sowas.

00:02:17: Das heisst vielleicht wird diese Folge sogar mal ein bisschen kürzer und da wisst ihr schon mehr als wir wenn ihr draufklickt.

00:02:24: Aber

00:02:24: abgesehen davon, dass wir diesmal ein bisschen weniger Text haben wird die Folge jetzt so sein wie jede andere.

00:02:31: Das heißt, wir machen Zusammenfassung hier und da eine sprachliche Notiz und eine Passage in größerem Detail.

00:02:37: das findet ihr auch immer in den Kapitelmarken.

00:02:39: Schreibt uns wie immer gerne Feedback an unklassischatproton.me.

00:02:43: Für Kommentare hatten wir wie immer keine Zeit leider dieses Jahr.

00:02:47: Textausgabe ist immer noch halbner bei teubner Und die Übersetzung, die wir empfehlen ist immer noch Oxford World Classics von JC Yardley mit dem Kommentar von Barrett den wir auch diesmal wieder herangezogen haben.

00:02:58: Genau und was ihr ja auch schon kennt und wisst, wir freuen uns wenn ihr diesen Podcast abonniert, bewertet, rezensiert, weitempfällt oder unterstützt auf Steady oder per Paypal.

00:03:09: Links in den Schaunots und vielen Dank an alle die diese Möglichkeit schon genutzt haben!

00:03:14: Wir nähern uns der Weedfolge unaufhörlich.

00:03:24: So, wir sind also in Buch elf der Analyse angekommen plötzlich.

00:03:29: Und man muss natürlich fragen was fehlt uns jetzt eigentlich?

00:03:33: Buch sechs war bis zum Tod des Tiberius.

00:03:38: das war das Ende unserer letzten Folge.

00:03:40: und was auf jeden Fall alles fehlt ist dass was zu seinem direkten Nachfolger bei Tatzitus gestanden hat Das ist Caligula Zum Beispiel, dass wir nie wissen werden was Tarsitus von der Infamous-Episode als Kalikula sein Pferd zum Konsul ernannt hat.

00:03:58: Gehalten

00:03:59: hat!

00:04:00: Das ist uns in anderen Quellen überliefert.

00:04:03: zb bei Sweton meine ich aber eben nicht bei Tarsitus.

00:04:07: und was uns auch fehlt ist die erste Hälfte der Regierungszeit vom nächsten Kaiser und das ist Claudius.

00:04:15: Und von dem haben wir jetzt aber logischerweise wenn uns die erste hälfte fehlt haben wir die zweite Hälfte noch, also von dem... ...haben wir noch ein bisschen was.

00:04:23: Und das ist dann auch der Einstieg in Buch elf des Jahres ... ... siebenundvierzig nach Christus beginnt wie gesagt mitten im Satz und dann geht es aber relativ regulär und auch ohne größere Lücken bis auf eine sehr offensichtliche ganze Ende.

00:04:38: kommen wir dann noch dazu.

00:04:39: Gehts dann weiter bis achtundvierzig nach Christos?

00:04:42: Genau!

00:04:42: Insgesamt sind das dann achtunddreißig Abschnitte und dreiundzwanzig Druckseiten in der teubner Ausgabe von Heupner.

00:04:51: Genau, also ein bisschen mehr als die Hälfte des üblichen Stoffes genau

00:04:55: Wie immer eine kurze Zusammenfassung dessen was da passiert oder zumindest der Themen mit denen sich dieses Buch beschäftigt.

00:05:01: das eine ist würde ich sagen Claudius und sein Regierungsstil.

00:05:06: Also es wird gegenübergestellt Claudius in seiner Regierungsarbeit auf der einen Seite und Claudius In seinen sonstigen Tätigkeiten Auf der anderen Seite.

00:05:17: Man bekommt so ein bisschen den Eindruck, dass Claudius leicht ablenkbar ist.

00:05:21: Und dass er sich vielleicht jetzt auch nicht so sehr fürs Regieren interessiert.

00:05:26: also wir werden noch sehen stimmt nicht ganz hat durchaus politisches Interesse aber das ist auf jeden Fall deutlich anders gelagert als das zum Beispiel von Tiberius und großer Fokus liegt auf dem was in seinem Privatleben passiert.

00:05:39: gleichzeitig ist es aber auch so dass er von seinen Privatleben oder dem was sich da sonst so abspielt in dem was seine Nahepersonen so tun, davon bekommt er lustigerweise auch nicht so viel mit.

00:05:51: Dann gibt es wieder ein paar kleine außenpolitische Exkurse insbesondere bei den Dauerfeinden, den Partnern und den Germanern.

00:05:59: da tut sich wieder mal etwas.

00:06:01: Wir haben auch den ersten Auftritt von Nährung.

00:06:05: Und jetzt wirklich der Nähro

00:06:07: Der?

00:06:08: Genau wir hatten ja schon einige Figuren die auch so heißen und jetzt ist das aber dann der spätere Kaiser.

00:06:14: Und die eigentliche, also zumindest meinem Eindruck nach eigentliche Hauptfigur dieses Buches ist vielleicht gar nicht Claudius sondern ist seine aktuelle Frau zum Zeitpunkt des Geschehens Messer-Lina.

00:06:28: Die vor allem mit Affären und dann mit einer sehr intensiven Affäre und Schein-Ehe in diesem Buch von sich reden macht und zwar ein Abwesenheit von Claudius und das führt dann in weiterer Folge zu ihrem Sturz und ihrem Tod Natürlich durch die allseits bekannten Intrigen am Ruf.

00:06:47: Ja, buckle up!

00:06:49: Ja da tut sich einiges... Ich habe mir gedacht weil wir jetzt eben diesen Wechsel von Tiberius zu Claudius haben und weil wir zu Claudias nicht alles uns anschauen können weil es nicht alles überliefert gibt ist es gar nicht so schlecht nochmal kurz was zu Claudios Allgemein zu sagen das ich so ein bisschen aus der Sekundärliteratur zumindest zu der was die vor ein paar Jahren halbwegs aktuell war zusammengetragen hab für eine Lehrveranstaltung damals organisiert habe, wo ich so ein paar Hard Facts zu Claudius aufgeschrieben hab und die würde ich hier einfach mal präsentieren.

00:07:21: Das erste was man zu Claudias glaube ich sagen muss ist dass er in fast allen Hinsichten eine Art Außenseiter Kaiser isst.

00:07:29: also so nimmt man den irgendwie wahr und ist auch von seiner Figur her tatsächlich so das er ja der Bruder des Germanicus ist.

00:07:38: Das ist ja auch an früheren Stelle in ersten sechs Büchern erwähnt worden Und nachdem Germanicus ja diverse militärische Erfolge gehabt hat, hat er seinen Bruder Claudius da immer überschattet.

00:07:50: Er ist auch deswegen eine Außenseite unter Anführungszeichen weil er nicht in Italien geboren ist.

00:07:57: Das zeichnet ihn aus dass er der erste römische Kaiser ist der nicht in italien gebohnt ist sondern in Gallien konkreter in Luc Dunum das heutige Lyon also in Südosten das heutigen Frankreichs.

00:08:09: Und seine eigentlichen Interessen, bevor er dann eben in die Regierungsgeschäfte geschlittert ist, ist gelertentum.

00:08:17: Also historisches Interesse auch wohl rechtswissenschaftliches Interesse.

00:08:21: Ist ja nicht auch der, der irgendwie ein Buch über Spiel... ...wie die Dück-Spiel geschrieben haben soll?

00:08:28: Oder wird ihm das angedichtet von Seneca?

00:08:31: Ich bin mir gerade nicht ganz sicher!

00:08:33: Ja man weiß es immer nicht so genau

00:08:35: noch.

00:08:35: Aber dass...ja ist immer wieder Thema, dass er eigentlich eine Politik vermeintlich kein Interesse hatte.

00:08:42: Was auch in Verbindung mit Claudius Auftritts sind eben das sich lustig gemacht wird über körperliche Defizite die er hatte also relativ wahrscheinlich dass seine Körperbehinderung hatte und auch einen Sprachfehler was dann eben gerne genutzt wurde, um sich über ihn lustig zu machen.

00:09:00: Ganz besonders prominent ist das in dem Text der Seneca zugeschrieben wird von den wir aber nicht wissen, ob er von Seneca isst nämlich der Apokolo-Kyntusis also die Verkürbissung, die ja sowas wie eine Art Satire auf Claudius nachdessen tot ist.

00:09:17: Könnte man auch mal darüber reden?

00:09:19: Genau könnte man es glaube ich auch relativ bekannt.

00:09:22: tatsächlich wird teilweise auch manchmal in der Schule gelesen glaube ich sogar Jedenfalls, da ist das Bild von Claudius kein besonderes Gutes.

00:09:29: Und bei Tazidus ist es auch kein Besonders Gutes, wobei er's wiederum nicht zu stark überraschen kann weil wer kommt?

00:09:36: Bei Tazidos schon gut weg sind nicht viele.

00:09:38: Lapidus

00:09:40: Ja genau der vielleicht.

00:09:41: Das

00:09:42: ist aber der einzige der mir anfällt.

00:09:43: Germanicus so ein bisschen.

00:09:45: Ja stimmt.

00:09:46: Also was diese dieser Sicht auf Claudius angeht das hatten wir ja auch schon angedeutet in Buch sechs kam man ja auch mal kurz vor als auch möglicher Nachfolgekandidat, den Tiberius aber eigentlich nicht so toll fand.

00:10:02: Und da wird ja auch schon von Eminuta Meens gesprochen also einen verringert Verstand der ihm im Weg stand was natürlich auch ...

00:10:15: Ja net ist anders.

00:10:17: Ja es betrat sich zu seiner Zeit geschuldet ist natürlich nicht toll.

00:10:20: Genau und das sind eben die... Also so tritt uns Claudius in den Texten entgegen ist eben, hat sich die moderne Alterdomswissenschaft zur Aufgabe gemacht ein bisschen.

00:10:31: Das sind die Fragen offensichtlich und das Bild ist da gezeichnet wird, unterscheidet sich dann doch sehr stark auch von dem was man aus den antiken Texten direkt entnimmt.

00:10:42: also das eine ist dass Claudius ja tatsächlich sich dann selbst militärischen Ruhm erworben hat durch die Eroberung von Britannien also damit dann sozusagen aus dem Schatten von Germanicus herausgetreten ist lässt sich ganz gut festmachen und ist dann irgendwie auch aus diesem Buch schon kann man das ja auch herausarbeiten, dass er durchaus dem Zeitgeist angemessene und auch relativ hellsichtige Reformen durchgeführt hat.

00:11:08: Das eine dürfte gewesen sein, dass unter seiner Herrschaft die Provinzen eine größere Bedeutung, größeres politisches Gewicht bekommen haben was wohl mitunter auch daran liegt, dass Claudius eben in Gallien geboren wurde.

00:11:21: dazu haben wir dann... Die Textile, die wir uns anschauen werden beschäftigt sich mit dem Thema der Provinzen und deren Repräsentation.

00:11:30: Und vor allem kommt es unter seinem Prinzipat zu einer Professionalisierung in der Verwaltung.

00:11:37: Der kaiserliche Hof wird da tatsächlich zur Aula, also eben dem Hof um zum Dreh- und Angelpunkt des Imperiums, was natürlich effektiv davor auch schon war.

00:11:46: aber das Ganze zentralisiert sich

00:11:48: noch.

00:11:51: meine ich ja nicht immer weg wie Tiberius, der ja nur mit Briefen kommuniziert.

00:11:59: Genau und was auch sehr interessant ist es was Claudius einführt und was dann später beibehalten wird in leicht abgewandelter Form ist.

00:12:08: er versammelt quasi einen Kreis von engen Vertrauten Beratern um sich herum und das sind bei ihm lauter Freigelasse was taktisch begründet ist, denn diese Freigelassenen sind dann dem Kaiser natürlich direkt verpflichtet.

00:12:23: Also unter anderem auf Basis des Szenarum mehr so wirksamen Klientelsystems.

00:12:30: Die haben dann diese direkte Beziehung zu ihm und als Freigelaßene haben sie natürlich weniger Ambitionen in Sachen Nobility.

00:12:39: Sie haben ja keine Möglichkeit politische Ämter usw.

00:12:41: zu begleiten also gibt es da weniger Streben danach.

00:12:46: Sie haben auch keine Aufgaben, die nun übertragen werden wie zum Beispiel Provinzenverfaltung oder im Senat sitzen.

00:12:51: Weil das machen gibt die Senatoren und so gewinnen die Freigelassenen da zunehmend an Bedeutung was natürlich wiederum dann andererseits dem römischen Adl und den Senaturen und damit auch Tatsidos nicht so schmeckt.

00:13:06: Ja er hat vielleicht eine persönliche Einstellung zu den Reformen von Klaudeius?

00:13:12: Genau!

00:13:13: Nichts ist so.

00:13:13: wenig erscheint es aber gewesen sein dass diese Art von engen Vertrauten, die auch den Zugang zum Kaiser kontrollieren und da irgendwie Aufgaben delegiert bekommen.

00:13:24: Bisschen wie Minister oder so... Das scheint sich bewährt zu haben, auch wenn das dann nach Claudius wieder eben auf Szenatoren und Ähnliches übergegangen ist und nicht mehr so stark mitfeigelassen besetzt wurde.

00:13:36: Ja!

00:13:37: Das ist ein bisschen das was aus der Modellenforscher-Siteratur an korrektiv zudem, was wir aus Antikentexten zu Claudius bekommen, zuholen is'.

00:13:46: Und jetzt schauen wir uns aber natürlich an, wie das Betatzidus zum Tag gestellt ist.

00:13:57: Okay dann schauen wir mal rein bei elf eins also nicht wirklich eins weil davor fehlt offensichtlich was.

00:14:05: aber es ist halt jetzt elf eins.

00:14:07: so punkt wo steigen wir ein?

00:14:10: Es geht um einen gewissen Valerius Asiaticus der wenn mir informiert war zweimal Konsul trotz seiner Provinziellen Herkunft Eigentlich eine Ausnahme, war auch ein Vertrauter von Claudius.

00:14:23: Und was ist jetzt das Problem mit diesem Herrn?

00:14:25: Messer-Lina mag ihn nicht!

00:14:28: Messer Lina also die aktuelle Frau von Claudios und nicht nur möchte sie den los werden sondern auch Popéa Sabine Das ist wiederum die Mutter der aktuellen Frau von Neo.

00:14:42: Und wie wird man diese beiden gleichzeitig los?

00:14:45: Sie sollen miteinander Ehebruch begangen haben.

00:14:48: Das ist jetzt der Vorwurf von Messalina.

00:14:50: und außerdem soll dieser Valerius hauptsächlich für die Ermordung von Caligula verantwortlich sein.

00:14:58: Dann wird er natürlich festgenommen, und Claudius hinterfragt das nicht mal was seine Frau da treibt?

00:15:04: Ja, die scheint irgendwie relativ freie Hand zu haben.

00:15:07: In Kapitel zwei wird dann Valerios Asiaticus Privatangehör, das kommt dann zu allen möglichen Vorwürfen.

00:15:15: Einer davon ist natürlich wie immer in solchen Szenarien passive Homosexualität.

00:15:20: ganz schlimm, wie wir wissen.

00:15:23: Für Claudius ist dieser ganze Prozess anscheinend besonders emotional, so wird es da dargestellt.

00:15:30: Messerlina macht ein weiter mit Popea Sabina.

00:15:35: Das wiederum registriert Claudius offenbar gar nicht weil Der Mann von Propea Sabina ist dann ein paar Tage später bei Claudius zum Essen und Claudius fragt ihn dann, wo ist denn eigentlich deine Frau?

00:15:48: Und naja, lebt inzwischen halt nicht mehr.

00:15:51: Ja, du mir laufst schon... Das ist schon so als Einleitung für Claudius sehr prägend weil das halt das erste ist was wir jetzt wirklich von ihm mitbekommen.

00:16:00: also so'n bisschen taucht er ja ins Sex auf.

00:16:02: aber das ist jetzt so das erste wobei die Aktion sieht oder halt vielmehr nicht in Aktion.

00:16:08: Ja, es tut schon ein bisschen weh beim Lesen.

00:16:12: Schauen wir mal weiter in drei darf Asiatikus sich immerhin noch die Arzt seines Todes aussuchen und er sagt dann Er wäre eigentlich viel lieber gestorben wegen der Gewieftheit Kaliditas ist da das Wort von Tiberius oder der Stürmischkeit Impetus ist da Das Wort von Caligula als hier durch diesen weiblichen Verrat Und die Anklage von irgendeinem Vitellius, das muss im verlorenen Text sein.

00:16:46: Dann wird die Szene aber auch noch mal absurder weil er sich dann anschaut wo jetzt seinen Scheiterhaufen steht und sagt der kann da nicht stehen.

00:16:54: müssen wir nochmal verschieben.

00:16:56: Von dem Feuer gehen ja am Ende die Bäume kaputt, das kann ja jetzt nicht sein.

00:17:01: Komplett absurdes Theater schon wieder?

00:17:03: Ja genau es wird nicht die einzige Szene dieser Art bleiben.

00:17:07: aus diesem Kreis oder vermeintlichen Kreis um Valerius Asiaticus werden dann vor ein bis nach noch andere angeklagt.

00:17:15: Einer von denen hat irgendwie vom Claudius geträumt, dass er so eine weizen Ehre verkehrterum trägt also mit der Dolle nach unten und das wird interpretiert entweder heißt es die Anona, also die Getreideversorgung wird schwierig.

00:17:32: Auf der anderen Seite könnte es auch heißen, dass Claudius im Herbst stirbt.

00:17:35: Weil in dem Herbst ist Getreideernte da.

00:17:37: Ja und die Ehre ist dann irgendwie weiß oder

00:17:40: so?

00:17:40: Es

00:17:41: ist sehr komplett... Wie war das mit den Wahrsorgern?

00:17:46: Genau!

00:17:48: Das endet natürlich damit, dass diejenigen hier die Anklage erhoben haben belohnt werden.

00:17:53: Na klar In fünf bis sieben passiert etwas, das wir jetzt auch schon sehr gut kennen aus der Zeit unter Tiberius.

00:17:59: Nämlich Prozesse, Prozisse, Prozesseln.

00:18:03: Claudios war da wohl auch ein Fan von ... Das ist auch bei Sueton vermerkt sagt Barrett und du hattest ja schnell Winters aus einem Rechtswissenschaftler eigentlich also dass er sich da auskennt.

00:18:14: dann ist es ja irgendwie auch naheliegend.

00:18:17: Tacitus erwähnt dann noch, dass man auf einem öftlichen Marktplatz nichts so käufliches findet wie die Hinterhältigkeit von Anwälten.

00:18:29: Und da in dem Zusammenhang taucht unter anderem ein gewisser Gaius Silius auf.

00:18:33: den müssen wir uns merken.

00:18:35: diesen Gaios Silius und Tacitus kündigt das auch schon an, dass der dann auch wichtig wird.

00:18:40: Und immerhin den Text, in dem der wichtig wird haben wir und das wird sogar in dieser Folge noch passieren weil es genau in diesem Buch ist.

00:18:50: Das ist im Kontext einer Debatte um Geld oder Geschenke als Belohnung für die Anwälte vor Gericht.

00:18:56: Also sollte das erlaubt sein dass ein Anwalt quasi entlohnt wird für das was er da leistet Vorgericht?

00:19:03: Oder ist nicht ewiger Ruhm Belohnungen genug Wie das ja im gesetz eigentlich vorgesehen ist?

00:19:08: und ich meine dass war doch so, dass zu ziehzurusszeiten ein anwalt nicht bezahlt wurde.

00:19:14: Also da auch kein gilt bekommen hat für die ganzen reden dir gehalten hat Und das problem ist dann aber natürlich wenn du dafür nicht bezahlen wirst was du den ganzen tag machst Dann wer kann sich das denn überhaupt leisten anwalten zu werden?

00:19:28: Ja ich mein das ist halt natürlich das ding des halts zu zieht zur russzeit Anwalt ist es halt kein Beruf.

00:19:34: Das macht man halt, weil das trägt zum eigenen Prestige bei aber...

00:19:38: ...das Geld musst du schon haben!

00:19:40: Das Geld musst Du haben also eine Erwerbstätigkeit nachzugehen für Patrizia oder Senatoren natürlich nichts.

00:19:49: Also das ist undenkbar.

00:19:51: Macht man nicht?

00:19:52: Genau da hat man Besitz und dann auch andere Arbeiten.

00:19:55: für einen funktioniert das und kriegen keinen Geld dafür.

00:19:59: Ja, weil sie ja versklopft sind.

00:20:01: Ach Gott, eigentlich ist das alles großartig.

00:20:06: Jedenfalls in dieser Debatte endet es dann damit dass Claudius die Zahlungen einschränkt?

00:20:12: Das muss ja schon auch irgendwie in die Richtung gehen, dass sich da halt die Gesellschaft und auch die Struktur verändert.

00:20:18: Also das so was wie eine Verteidigung zu machen tatsächlich zu einer Dienstleistung wird oder zu einer Art von Erwerbsberuf.

00:20:28: Was dazu passen würde, dass die ganze Rhetorik in dieser Zeit ja auch eben in eine Richtung geht wo sie sich loslöst aus diesem reinen gerichtlichen Kontext und geht in Richtung eines quasi etwas das auch zur Unterhaltung gemacht werden kann usw.

00:20:46: Das ist für diese Zeit irgendwie sehr kennzeichnend.

00:20:48: genau Genau, also das sind so diese Entwicklungen.

00:20:58: Dann gibt es in Kapitän acht bis zehn einen Blick in die Außenpolitik.

00:21:04: da gibt's bei den Partnern mal wieder was Neues hatten wir ja schon öfter jetzt Mal mit diesen ganzen Königen die da eingesetzt werden und wer auch immer dann dann sind sie mit dem zufrieden oder nicht dann werden die wiederum vertrieben.

00:21:15: In der Zwischenzeit gab´s da wenige Überrasche in deinem Bürgerkrieg.

00:21:20: Und gerade ist es so, dass in Armenien ein Mitridates... Also die heißen ja alle Mitridatis.

00:21:27: Das macht's nicht einfacher?

00:21:29: Genau!

00:21:30: Der jetzt da gerade an der Macht war davor im Gefängnis und da gibt's dann von Tatsu das bisschen Recap aus den Jahren davor.

00:21:39: Einiges hin- und hier Kämpfe, Ermordungen, Intrigen.

00:21:44: Bitten nach Rom können wir jetzt nicht in Detail ausführen weil zuvoraussetzungsreich.

00:21:49: Ja.

00:21:50: In Kapitel elf wird erwähnt, dass es in diesem Jahr auch mal wieder ludi-psycholaris gibt.

00:21:57: also die Jahrhundertfeier und da gibt's das führt Barrett auch aus Streit um die Zähweise.

00:22:03: Also Jahrhundertfeier ist jetzt alle hundert Jahre Na Link.

00:22:08: aber es gibt auch eine alternative Zählung Das ist wohl die etruskische Zählung alle Hunderzehn Jahre Und Augustus hat wohl das erste genommen, also alle hundert Jahre und Claudius jetzt die zweite.

00:22:20: Und Tacitus erwähnt diese chronologischen Überlegung auch und verweist aber auf das was er schon bei Domitian dazu geschrieben hat und führt es an dieser Stelle nicht weiter aus.

00:22:32: Das muss also in den Historiai gestanden haben, aber leider im verlorenen Teil.

00:22:36: Das heißt da haben wir jetzt keine weiteren Infos, was er zur Chronologie gesagt

00:22:40: hat.

00:22:41: Das würde mich ehrlich gesagt aber interessieren weil ich habe es gerade versucht ein bisschen nachzurechnen und ich kriege jetzt gar nicht mehr zu sagen wann die Secular-Feier unter Augustus war, aber bestimmt nicht irgendwas mit Sechzig vor?

00:22:51: Ja ist ja auch alles egal.

00:22:55: Dieses Mal wird jedenfalls also ebenfalls findet diese Feier jetzt statt.

00:23:00: Chronologie egal wenn's stattfinden soll findet es halt statt Und natürlich wird auch das Lusustrojay aufgeführt oder gestaged.

00:23:08: Das ist ja so ein Pferde-Wettkampf, kennen wir ja aus der Ines.

00:23:12: Warum steht es in der Ine?

00:23:13: So ergustest du das zu seiner ... Wir sprachen im Deep Dive davon und Claudius schaut sich das auch an mit dabei.

00:23:22: jetzt kommt Trommelwirbel Nero der Nero zum ersten Mal indem uns erhaltenen Text.

00:23:29: endlich Der Nero also der baldige Kaiser.

00:23:33: Die Menge feuert ihn frenetisch an und es wird auch noch verbreitet, dass er das in seiner Kindheit haben ihn wohl Schlangen bewacht.

00:23:45: also als zusätzliche unglaubliche Geschichte über ihn.

00:23:50: Und Nero selbst hat das wohl auch gerne erzählt weil... Natürlich!

00:23:54: Da hat sie zuerst da sozusagen richtiger Kommentar zu Nero den wir haben ist das der Hautquark vom Sui Detraktor Also, dass er keineswegs sich selbst in Apparate gestellt

00:24:05: hat.

00:24:06: Ja genau, stellt sein Licht nicht unter den Schäffel.

00:24:09: Das kann ja noch lustig werden wenn der Kaiser wird!

00:24:12: Das ist doch sicher auch irgendwie noch mit so herkules Geschichten oder Schlanger als Kinder und so...ja gut also wenn das das erste Bild wahrscheinlich ist es eben nicht das erste bild von mir aber in dem texten wir haben.

00:24:23: es ist natürlich witzig dass das dann die erste auftritt sehr tonangebend Genau, in Kapitel zwölf wird dann noch ein bisschen weiter ausgeführt.

00:24:33: Warum das Volk hier so stark auf Nero reagiert?

00:24:36: Und ein Grund dafür ist natürlich dass Nero der letzte verbleibende männliche Nachkommen von Germanicus ist.

00:24:44: Konkret er ist der Sohn von Agrippina und Agrippinga ist die Tochter von Germanicus und Agribina.

00:24:52: Agribiner die Jüngere ist die Mutter von Nero und Agripina die Ältere ist ihre Mutter und Frau von Germanikus.

00:24:59: Also das ist natürlich immer noch das Thema, dass Germanicus Strahlkraft auch nach doch jetzt schon einigen Jahren offenbar nicht nachgelassen hat und das Volk immer noch hier sich davon beeindrucken lässt wenn jemand aus seiner Linie stammt.

00:25:15: Was aber auch dazu beiträgt ist, dass Messer Lina die ja jetzt schon eingeführt wurde dann ist es auch nicht zu überraschend, dass sie auch was gegen die Mutter von Nero hat eben die bereits erwähnte Agrippine die Jüngere.

00:25:28: Das verstärkt dann quasi die Sympathie für Nehre auch noch.

00:25:32: Dass hier in der Unfairer Weise, dass seiner Mutter hier unfairerweise den Hass von Messalina entgegenschlickt.

00:25:39: Wir erfahren auch in diesem Kapitel das Messaliner ja jetzt hier ein Auge geworfen hat auf den bereits erwähnten Gaiocilius, der da vorne vorher bei den Prozessen vorgekommen ist und das hat seinen Grund... Es überrascht nicht so sehr darin, dass er wohl sehr gut aussehen ist Und ihre erste Aktion ist, die Ehefrau von Gaius Silius zu vertreiben und zu seiner Liebhaberin zu werden.

00:26:06: Und Silius ist jetzt nicht doof der erkennt schon dass es durchaus eine risikoreiche Situation ist aber natürlich wäre es aus seiner Sicht auch sehr schwierig da Nein zu sagen.

00:26:16: also ganz konkret bis es steht da Todesgefahr dahinter Nein zu sagen.

00:26:20: Also macht er oder übelt mit Aber auch im Bewusstsein das wenn's gut läuft kann da ja auch ganz gut was dabei für ihn herauskommen.

00:26:29: Und Messerlina kennt aber auch nicht wirklich Zurückhaltung, also die inszeniert diese ganze Affäre dann sehr öffentlich und vorsichtig im Vertrauen darauf dass Claudius das schon nicht mitbekommen wird.

00:26:41: Ja in dreizehn erfahren wir dass es in der Tat so ist.

00:26:44: Also Claudius bekommt davon exakt gar nichts mit.

00:26:47: Das ist schon ein Muster bei ihm.

00:26:50: und womit beschäftigt Claudius sich?

00:26:52: gerade?

00:26:52: mit gesetzen?

00:26:54: Also da geht's um Verhalten im Theater und solche Sachen.

00:26:58: Und auch eine sehr interessante Episode, die meine ich auch was ist, was man im Kontext von Claudius, wenn man was von ihm hört, auch manchmal hören könnte?

00:27:07: Ich hatte das im Grundstudium mal.

00:27:09: Er führt neue Buchstaben an im lateinischen Alphabet... ...und laut Sowjeton hat Claudius wohl sogar einen Buch über das Alphabet geschrieben.

00:27:18: Es ist leider nicht erhalten.

00:27:19: Also find' ich schade, hätte ich tatsächlich gern gelesen!

00:27:22: Ja, hätt ich auch gerne gelesen ... das ist wieder eines von diesen... ... Dingen, die man einfach gerne hätte.

00:27:28: Da können wir auch mal eine Folge zu machen.

00:27:30: Was sind so die Top fünf Erke, ... ... die man am liebsten wieder hätte?

00:27:34: Ja also ich sage jetzt mal,... ... es ist auf jeden Fall ein Kandidat.

00:27:37: Finde ich auf jeden fall witzig!

00:27:39: Tatsächlich sucht er immer so ein bisschen nach Angriffungspunkten um dann... ... ein bisschen was erklären zu können und scheint jetzt hier etwas gefunden zu haben.

00:27:47: In Kapitel vierzehn nimmt er dann eben diese... Gesetzgebung oder dieses Einführen von neuen Buchstaben von Claudius zum Anlass ein bisschen was über die Geschichte des Schreibens zu erzählen.

00:27:58: Also das ist ja, haben wir schon öfter erwähnt, Exkurse gehören zur Geschichtsschreibung dazu.

00:28:03: Aber tatsächlich ist es immer ein bisschen gesucht habe ich das Gefühl also da ist ein bisschen so Knowledge Drop aber ist auch okay und ist auch tatsächlich sehr interessant.

00:28:12: als er meint dann eben Zeichen, die kommen von den Ägypten.

00:28:17: Dann haben sie Phynizia angefangen und dann haben die Griechen das gemacht und dann die Etruske.

00:28:22: Und das ist ja – ich bin mir gerade nicht ganz sicher – zumindest dass die latinischen Buchstaben phynizisten Urspruchs singen?

00:28:28: Das stimmt ja!

00:28:29: Ich bin da immer sehr

00:28:31: erstaunt,

00:28:33: dass dieses Bewusstsein auch schon existiert hat.

00:28:35: Ja, aber ich meine….

00:28:37: das stimmt.

00:28:37: also ich mein, die Mesopotamien fehlen darum, meine ich, mit ihrer Keilschrift Aber die ist ja auch nochmal ganz anders, ne?

00:28:46: Ja.

00:28:46: Voll!

00:28:47: Genau aber da ist halt das irgendwie... Ich finde es immer spannend wenn man so klar wird dass dieses Bewusstsein darum, dass es da halt einfach diese kulturellen Beeinflussungen

00:28:55: erzeichnet.

00:28:56: Also er zeichnet halt diese Linie und impliziert damit, dass jetzt eine kulturelle Beeinflusung glaube ich gibt.

00:29:01: Ja, das ist halt dieser Mittelmeerraum.

00:29:04: Das haben wir ja auch schon an mehreren Stellen in der Aeneas gesehen, dass das kulturell viel enger verwoben war als Manchmal den Eindruck bekommt, wenn von der römisch-griechischen Antike die Rede ist als hätten alles die Griechen erfunden und alles die Römer davon abgeschrieben.

00:29:21: Und das war es natürlich nicht im Gegenteil.

00:29:25: Das witzige ist dass halt die Linse, die wir haben sind halt irgendwie sie sind halt oben in Griechland.

00:29:30: aber ganz oft soll man eben aus den antikten Texten die Perspektive mitbekommt, dass denen sehr wohl klar ist, dass das nicht alles ist.

00:29:38: Claudius führt dann, hast du ja schon gesagt drei Buchstaben ein und jetzt ist natürlich die Frage was sind das für Buchstabe?

00:29:42: Und Barrett informiert uns.

00:29:44: Das habe ich auch noch in einer anderen Stelle gelesen.

00:29:46: also das scheint der Konsens zu sein dass es auf der einen Seite mal ein umgedrehtes Digama ist.

00:29:53: Also das Digama is ja dieser eben klassischen griechische Alphabet nicht mehr geschriebene aber wohl noch gesprochenen Buchstarbe der eben das stimmhafte V ausdrückt.

00:30:05: und das hat Claudius wurde eingeführt, um im lateinischen Alphabet das konsonatische U vom vokalischem U unterscheiden zu können.

00:30:19: Die ja gleich geschrieben wurden?

00:30:20: Genau!

00:30:21: Dann hat er wohl noch einen Buchstaben eingeführte Aussicht wie ein halbiertes H und zwar um den Ton zwischen I und U zu repräsentieren.

00:30:31: Und da fragt man sich dann immer so... wie ein Ton zwischen i und u. Aber das muss wohl von der Aussprache her tatsächlich nah beieinander gewesen sein, weil es gibt ja diese archaischen Schreibweisen von Superdativen zum Beispiel, dass man statt Optimus optumus sagt oder schreibt.

00:30:47: Und das spricht eben tatsächlich dafür, dass diese Laute... Dass es da irgendwie einen Kontin umgegeben hat!

00:30:53: Und dann gab's eben offensichtlich nicht nur die Laute, die wirklich i-und-u sind sondern eben etwas was irgendwie dazwischen ist, wo man sich leicht verhören kann.

00:31:03: da hat Claudius ein Zeichen eingeführt, damit man das auch als eigenen Ton repräsentieren kann.

00:31:09: Und das Spannende ist dass diese beiden Zeichen zumindest also dieses umgedrehte Digama und dieses halbe H die sind wohl auch tatsächlich inschriftlich belegt.

00:31:19: Also es gibt Inschriften wo sie verwendet werden was natürlich für alle Epigraphikerinnen super ist denn wenn man so eine Inschrift hat dann weiß man ah die muss nach Claudius sein.

00:31:29: Das ist natürlich cool.

00:31:31: Ist jetzt die Frage, ob das wirklich heißt dass die verwendet wurden weil Claudius so eingeführt hat oder weiße verwendete wurden und Claudius sie dann kodifiziert hat?

00:31:41: Oder ob das alles überhaupt zustimmt?

00:31:43: Ja aber es ist natürlich trotzdem cool wenn man mal einen random neuen Buchstamm findet.

00:31:49: Genau da kann man dann auf jeden Fall sagen Ah!

00:31:51: Das ist das worüber Claudius erkennt.

00:31:54: Und dann gab es noch einen dritten Buchstaben, nämlich ein umgedrehtes Sigma.

00:31:58: Also das Sigma ist ja nach vorne also nach rechts offen normalerweise.

00:32:02: Das heißt ein Sigma dass dann quasi nach links nach hinten offen ist und das soll den laut der im griechischen mit dem Psi geschrieben wird im lateinischen Ausdrücken.

00:32:16: Wahrscheinlich deswegen inschriftlich nicht belegt ist, weil dieser Laut ja auch nur in griechischen Lehnenwörtern so wirklich vorkommt.

00:32:23: Liegt nahe wie Erklärung?

00:32:24: Ja und das scheint sich aber mein Tatsi-Dus nicht gehalten zu haben also dass die dann quasi nur unter Claudius erwendet wurden und danach eben nicht mehr.

00:32:33: Schade eigentlich.

00:32:34: Schade!

00:32:35: Sagen die Philologinnen.

00:32:36: Aber netter Exkurs.

00:32:38: Also solche Sachen mag ich

00:32:40: Ja, besser als die ganzen Kriege.

00:32:43: Nun gut, in fünfzehn ist Claudius immer noch nicht fertig mit seinen Dingen.

00:32:47: Er möchte unter anderem auch das Wahrsagen institutionalisieren damit nämlich diese alte Kunst erhalten bleibt und der Senat möchte das jetzt prüfen was da wo rauskommt.

00:32:57: anyways

00:32:58: dann haben wir wieder außenpolitische Themen.

00:33:01: im Kapitel sechzehn also ab Kapitel Sechzehnt eigentlich ein Sechszehn bis siebzehn geht es darum dass die Kerusker gerne einen König erneut hätten.

00:33:12: der römische Kaiser ihnen einen Königern nennen soll.

00:33:14: Und sie wünschen sich einen gewissen Italikus, das ist der Sohn von Flavus und dieser Flavius war der Bruder von Arminius.

00:33:23: Die mit der absurden Episode die sich auf den U-Fallen von eigentlich geografisch gesehen der Weser da unterhalten in Buch ich weiß nicht mehr welches Buch aber wir hatten die Episode auf jeden Fall.

00:33:35: Buch zwei ist es glaube ich ja genau Genau, das heißt dieser Italikus ist dann der Neffe von Arminius und er wird in Rom festgehalten.

00:33:44: Und den wollen sie jetzt als König haben.

00:33:45: und Claudius sagt ja mach ich und schickt ihn los.

00:33:50: Erst mal freuen sich dann alle und da wird er ihnen aber verdächtig aufgrund seiner Macht.

00:33:58: Und zwar vor allem bei denenjenigen Germanen die halt von den eigentlich unruhigen Zeiten wie Forsterleben gab mal für Ruhe sorgen konnte, ursprünglich profitiert haben und die jetzt natürlich dann denen darin gelegen ist das ganze wieder anzustiften.

00:34:14: Es kommt wie es kommen muss, kommt wieder so internen Machtkämpfen aus denen Italikus als Sieger hervorgeht und kann dann aber mit dem Ruhm den er da einfährt nicht maßvoll umgehen wird wieder anmaßend und wird dann vertrieben irgendwann wieder eingesetzt.

00:34:32: also da ist relativ viel Entwicklung.

00:34:35: Wie so oft?

00:34:36: In achtzehn bis einundzwanzig geht es weiter mit der Außenpolitik.

00:34:40: Die Schauker machen so kleine Angriffe, so Raids quasi und das ist jetzt natürlich auch nicht so toll.

00:34:49: Und der Römer, der sich da jetzt drum gehören muss, ist ein gewisser Korbulorum.

00:34:54: Das war ein sehr bekannter General Unter Claudius und später Danero um.

00:34:59: das ist soweit wir den Text haben hier auch sein erster Auftritt und der stellt sich da jetzt auch nicht doof an, um da ein Ende zu bereiten diesen Raids.

00:35:12: Aber Claudius ordnet ihn dann ab.

00:35:14: also er soll sich zurückziehen und erhält dann aber trotzdem Ehren.

00:35:18: Genau das

00:35:20: ist nicht nur bei ihm so sondern auch bei einem gewissen Courthouse Rufus.

00:35:24: dieser Courthous Rufuss erfindet nämlich eine Silbermine die zwar nur Ein bisschen nur wenig Ertrag liefert, aber bitte.

00:35:33: Also der Kurthiosophus ist ja kein unbekannter Name in der lateinischen Literatur.

00:35:35: Es könnte tatsächlich der Kurtherosophus sein, der diese Alexanderbiografie geschrieben hat?

00:35:41: Hatte ich in der Schule tatsächlich.

00:35:44: Oder aber es könnte auch sein Vater sein!

00:35:47: Genau, und über diesen Kurtius Rufus berichtet Tazidus zwar aber nur widerwillig.

00:35:52: Da kommt es wieder so sein Snubismus raus.

00:35:54: Denn Kurtius rufus ist der Sohn eines Gladiators.

00:35:58: Es geht für den Senatotazid.

00:36:00: das natürlich gar nicht

00:36:00: Geht halt gar nicht.

00:36:01: Und er hat sich durch seine Intelligenz auf der einen Seite und durch seine klugen Bestechungen Hat er sich hoch gearbeitet trotz seines niedrigen Standes und hat sich dann eben beim jeweiligen Kaiser immer schön eingeschleimt und das findet tatsächlich natürlich schlecht.

00:36:20: Also ich meine, finde ich jetzt auch nicht super cool aber der Standesdünkel, der da aus dem spricht ist natürlich trotzdem fragwürdig.

00:36:28: Ja gut in Zweiundzwanzig taucht jemand mit einem Schwert beim Kaiser auf.

00:36:33: Das geht natürlich gar nicht er wird erst mal gefolterst.

00:36:36: Und dann gibt's noch den Vorschlag, dass da auch die gewählten oder eigentlich ja eher die ernannten Quest-Touren.

00:36:44: Da wird ja nicht mehr wirklich wer gewählt in dieser Zeit!

00:36:47: Dass sie Gladiatoren Spiele veranstalten sollen.

00:36:51: und dann gibst du mal wieder einen kleinen Exkurs wie Tatsitos da gerne das macht Darüber, dass Ämter ja früher eben nach Verdienst gewählt wurden.

00:37:01: Und dann geht es noch ein bisschen darum wie dieses Questoramt überhaupt entstanden ist und wie das erweitert wurde also wie viele Questoren es wann gab.

00:37:08: und so

00:37:16: In dreiundzwanzig bis fünfundzwanziger haben wir zunächst mal Jahreswechsel also achtundvierzig nach sind wir dann und hier kommt's dann zu einer Debatte um die Zahlen der Senaturen und vor allem darüber, ob es jetzt denn möglich sein soll dass Gallia auch Senatoren werden können.

00:37:37: und dann gibt's natürlich sehr viele Gegenargumente.

00:37:39: man erinnert an die Niederlagen gegen die Gallia usw.

00:37:42: und Claudius aber wir haben ja schon gesagt der selbst Gallia ist in dem Sinn das er in Gallien geboren ist den beeindruckt das nicht und der hält deswegen eine Rede und diese Redel ist ziemlich berühmt, deswegen weil sie in der Überlieferung einen Sonderfall darstellt.

00:38:02: Wir haben sie nämlich doppelt überliefert und wir haben sie aber separat davon auch inschriftlich überliefert auf einer Bronze-Tafel die in Lugtonum also in Lyon aufgestellt und dort gefunden wurde.

00:38:18: Und ich meine das ist unter anderem nicht so lange her, sechszig Jahre.

00:38:21: Das

00:38:22: heißt ja für uns quasi Gäste?

00:38:25: Genau!

00:38:26: Ja und natürlich sind diese beiden Texte nicht identisch, das ist klar.

00:38:30: Sondern tatsächlich ist sie deutlich kürzer und stark bearbeitet und bestimmte Aspekte werden stärker herausgestrichen und so.

00:38:39: aber das habe ich selbst nicht nachgeprüft auch deswegen weil ich keine besonders große Expertise in... ... Epigraphik und Paläografie habe leider, aber auch deswegen weil es zeitlich ein Thema war.

00:38:51: Aber ich habe einen Artikel gefunden von Ries aus... ... Drei und dort gibt's die Einschätzung dass diese Zusammenfassung oder diese Bearbeitung der Rede durch Tatsitus wohl nicht zu Claudius Nachteil ist.

00:39:03: also das ist jetzt nicht in dem Sinne eine Wortgetreue und auch nicht unbedingt Inhaltsgetreuer Darstellung.

00:39:08: aber es ist zumindest nicht so dass Tatsidus die wesentlichen Inhalte die Claudius vorgebracht hat verzehrt Und wir können natürlich jetzt nicht die beiden Texte, obwohl es natürlich sehr spannend wäre hier vergleichen.

00:39:22: Aber wir schauen uns jetzt den Schlussteil der Rede wie Tatsidos sie überliefert ein bisschen genauer

00:39:28: an.

00:39:29: Genau!

00:39:29: Denn auf Satz tun wir in die Show Notes.

00:39:31: Genau.

00:39:32: Wie immer lese ich zuerst diese Textuelle mal vor und dann besprechen wir Sie Wort für Wort durch Atkum Senonibus Pugnavimus Skilikat Wulski und Aikwin.

00:39:43: nun, quam Advers am Nobis Akiem instruxieren.

00:39:47: Kapti Agalis sumus set et oet Tuskis obsides dedimus et samnitium jugum subiimus.

00:39:55: Aktamen si cung tabella riquensias nullum breviores batiu quam adversus gallos confectum continua in de aqfida pax.

00:40:06: Jam Moribus Artibus Atviditatibus nostris mixdi auredropes suas inferant Podius, quam separati habeant.

00:40:15: Omnia patas conscripticoe nunquetustissima creduntu nova fuir.

00:40:21: Plebei magistratus postpatricios latini plus postplebeis ceterrarum italia igentium postlatinos In wetterasked hock quoque et quot hodie exemplistou imur inter exempla erit.

00:40:39: Genau, dann schauen wir es uns mal an.

00:40:41: Es geht los!

00:40:42: Ad kum senonibus pugnabimus.

00:40:46: Ad aber... ...kum senoni bus mit den Senonen pugnabi mus haben wir gekämpft.

00:40:53: Das ist jetzt hier das Kontraargument was ja schon genannt wurde.

00:40:58: also dass die Leute, die gegen diese Erweiterung des Bürgerrechtes, also dass diese Natoren stellen können, was ja darum geht's ja, ne?

00:41:07: Dass sie ja die Feinde waren Vorher, also ehemalige.

00:41:11: Jetzt ist das ja nicht mehr der Feind aber dass man jetzt eben nicht ehemalligen Feinden diese Rechte gewähren möchte und die Senonen sind die Umlook-Dunung.

00:41:22: Also für Claudius natürlich nochmal besonders relevant.

00:41:26: Genau!

00:41:27: Das sagt man in den Reden auch, der Fictus interlocutor.

00:41:31: Der vorgestellte Dialogpartner Argumente des Gegners vorwegnimmt.

00:41:40: Wir werden sehen, dass es vieles in der Rede ist wie es bei Zizero auch ist also das was man bei ZIZERO auch finden würde.

00:41:46: Auf jeden Fall!

00:41:47: Und jetzt kommt eben hier das Gegenargument.

00:41:50: Skilicate wulskiert iqueenumquam adversam nobis akiem instruxere.

00:41:56: Skillikit heißt natürlich oder na klar.

00:41:59: Also das ist eigentlich so eine Partikel die immer verwendet wird wenn man unterstreichen will dass irgendwas eigentlich eh von selbst sich ergibt?

00:42:07: Ich

00:42:08: finde immer noch Partikel sind eine unterschätzte Beorderte im luteinischen, aber egal.

00:42:13: Genau und hier wird dann eben also das leitet die Antwort auf diesen Einwand ein.

00:42:16: Dann kommen die Wulski et Aikui ganz offensichtliches Subjekt weil sie eben nominativ stehen.

00:42:24: Und die Volske Das ist ein wichtiges Volk in Lazium kommt auch in den Inés vor Kamila.

00:42:32: Kamila ist ja die Prinzessin der Volska.

00:42:37: Und dann gibt es natürlich die Iquor, die sind auch in Lazium.

00:42:40: Also diese beiden unmittelbaren und angrenzenden Völker.

00:42:44: Der Punkt wird also darauf hinauslaufen dass diese Völker, die viel näher sind als die Sinonen und eben auch in Italien sind wesentlicherweise, dass sie ja auch mal Feinde von Roms waren und jetzt das nicht mehr sind.

00:42:58: So geht's tatsächlich weiter.

00:43:01: Numcrum heißt niemals Und Adversam Nobis, also Adversus hier als adjektiv verwendet.

00:43:08: Adversum heißt ja gegen oder entgegengerichtet und das NobIS muss dann volentativ sein.

00:43:12: Also gibt an Gegen wen gerichtet?

00:43:14: Also gegen uns gerichtet und dann kriegen wir Akiem, dass ist dann das Substantiv, das übereinstimmt oder mit dem Adversamm übereingestimmt ist.

00:43:23: Akies ist die Schlachtreihe.

00:43:25: Also niemals haben sie eine uns entgegengerichtete Schlacht Reihe.

00:43:30: was werden Sie damit gemacht haben?

00:43:31: in Struckserie Instruere heißt in dem Fall, das heißt alles Mögliche.

00:43:36: In diesem Fall heißt aufstehen und ist natürlich im Perfekt instrukzere eine von diesen verkürzten perfekt Formen die eben normalerweise auf e-Rund ausgehen.

00:43:46: Poetische

00:43:47: Sonderform

00:43:49: Genau sehr poetische Sondervorm wird hier in einem Prosa Text und den der Wiedergabe einer mündlichen Rede verwendet.

00:43:55: aber okay Das Argument ist jetzt ... gegen diesen Ohren haben wir Krieg geführt, ja eh.

00:44:01: Aber... Wir haben natürlich auch oder anders formuliert es ist durch eigentlich ironisch gewähnt ne?

00:44:05: Also klar ist ja niemals passiert dass die Falske und die Aqua... Sie gegen uns aufgekehrt haben.

00:44:11: Niemals ist das passiert.

00:44:13: ja also fand ich tatsächlich ein bisschen witzig.

00:44:16: Ja, ist ein bisschen Witzig!

00:44:17: Dann geht's weiter.

00:44:19: Kapti Agalis Sumus Das muss jetzt wieder dieser fiktive Gegner sein der hier sagt aber Gefangen genommen sind wir doch von den Galliern Also wieder ein Einwand.

00:44:31: Den können wir doch jetzt hier keine Rechte zugestehen, die hier Gallia stürmen und so geht ja gar nicht.

00:44:36: Ja genau also das kann natürlich in einem Argument darüber dass die Gallia auf gar keinen Fall in den Szenar ab dürfen darf natürlich das Thema Galliassturm nicht fehlen.

00:44:45: Die große römische Trauma blablabla Niveau der Roma obert außer von den Gallien damals im Manwas dritten Jahrhundert vor.

00:44:53: Das ist natürlich ein offensichtliches Argument und dagegen bringt Claudius einen sehr ähnliches, wie wir es schon, also sehr ähnlich zu seinem vorigen Gegenargument wieder ein ähnlich gedachtes Gegenargumment.

00:45:03: Nämlich Zed Et Tuskis Obsidus Dedimus Also das Zed Aber und jetzt eben wird wieder irgendeine Art von Gegensatz kommen mit welchen die Römer, welchem anderen folgt die römer was gemacht haben?

00:45:16: Das et steht hier gleich nach dem set Und das ist natürlich sehr prominent am Anfang Was wohl signalisieren wird dass das nicht das einzige et in diesem Satz bleiben wird und dass wir also in eine Aufzählung gehen.

00:45:29: Wahrscheinlich kommt eben also noch ein zweites Et, aber sowohl muss man dann ja oder kann man dann im Deutschen dann irgendwie damit machen?

00:45:36: Und da muss man eben schauen wie es weitergeht.

00:45:37: Tuskis das sind die Tusker.

00:45:41: Entweder Dativ oder Appletief wahrscheinlich ein Dativ denn sind wir letztendlich doch Personen.

00:45:47: Ja schon!

00:45:49: Sind ja Personen.

00:45:51: Dann kommt gleich danach Obsides Obsees ist die Geisel Und danach kommt Dedimus und das ist natürlich das Perfekt von Darae.

00:46:03: Aber wir haben auch den Tuskan Geiseln gegeben, wo man sich jetzt wahren kann.

00:46:09: warum eigentlich?

00:46:11: Das ist der römische Antike immer wieder eine Taktik um Frieden zu sichern.

00:46:16: an Personen aus dem eigenen Staat, der eigene Gesellschaft in einer anderen Zivilisation als Geisel um sicherzustellen dass man die Person oder den anderen Staat-Staaten nicht angreifen wird weil dann wäre ja klar das sie dann die Geisel geben.

00:46:36: Und das hat auch einen historischen Hintergrund.

00:46:38: es bezieht sich laut Barrett auf die Überlieferung dass die Etruske nach der Vertreibung von Taquinius Superbus Rom belagert haben.

00:46:46: Also sogar die Etrusker waren mal die Feinde.

00:46:49: Weiter geht's mit Ed, wie erwartet Samnitium jugumsubimus.

00:46:55: Also die Samnitium, das ist jetzt ein Genitiv irgendwas mit den Samnitanen also auch ein wichtiges Volk in Italien.

00:47:03: Jugumsubiimus!

00:47:04: Also deren Joch haben wir uns unterworfen?

00:47:09: Das war wohl dreihundertundzwanzig vor Christus, also auch graue Vorzeit.

00:47:13: Also in Summe auf die wichtigsten, nächsten italischen Völker waren wir unsere Feinde.

00:47:18: Jetzt kommt er hier Aktamen.

00:47:21: Aktamen signalisiert meistens den Übergang zu einem neuen Argument und ist auch hierzu Aktamen Sikunctabella Rekinsias.

00:47:30: Sie leitet natürlich einen Bedingungssatz ein.

00:47:32: Wenn.

00:47:34: das sollte uns schon einen Hinweis geben dass wir jetzt besser darauf aufpassen sollten in welchem Modus das Verb steht.

00:47:41: Aber zuerst kommt Kunkta Bella.

00:47:44: Kunktabella, alle Kriege ist wahrscheinlich akkusativ und tatsächlich kommt dann eben Reckensäas.

00:47:50: also zweite Person auf jeden Fall heute Person Singular das heißt Kunktablella kann nicht das Subjekt sein.

00:47:56: Zweite Person Singula weil Wahrscheinlich sowas wie ein Allgemeines Du angesprochen wird.

00:48:02: Reckenseere heißt natürlich nochmal genau anschauen.

00:48:06: Also und dennoch wenn man oder wenn du alle Kriege nochmal genau anschaust.

00:48:14: Und jetzt ist das aber hier nicht indikativ, sondern eben rekenseas und damit konjunktiv Präsenz.

00:48:21: und warum eigentlich?

00:48:23: Rupenbau hofft man würden wahrscheinlich das analysieren als Potenzialis.

00:48:27: Das heißt man muss es dann irgendwie sich so erklären dass Claudius hier ein Bild des möglichen zeichnet.

00:48:32: also stellen wir uns einfach mal vor Blicken noch mal auf die ganze Kriegsgeschichte des römischen Volkes, wirklich die Ganze kugt ab.

00:48:41: So kann man das erklären und so kann man den Konjunktiv erklären.

00:48:44: was ich mich erinnert habe wie ich das gelesen hab war dass es in ich glaube im Burkhard Schauer also neuer in der Menge wird glaub ich sogar die Regel formuliert dass bei solchen Sätzen die sich an ein allgemeines du richten dass da immer der konjunktive Präsent steht ja kann e sein aber dann muss man sicher vielleicht trotzdem fragen warum das so ist.

00:49:04: Ja, das ist halt möglich.

00:49:07: Also das wäre das was wir nach Thoratier und da haben wir in unserer Folge über den Konjunktiv länger drüber geredet der Konjunktion tief in der Bedeutung des Möglichen.

00:49:17: also es wird hier so ein Bild gemalt.

00:49:20: Nur mal angenommen Wir machen das jetzt

00:49:22: Genau.

00:49:23: Das ist also das primäre Einsatzgebiet des konjunktives Präsens in der Bedotungen möglich.

00:49:29: Ja ja genau, also wir stellen uns das jetzt gemeinsam vor.

00:49:32: wir machen das

00:49:34: So, was kommt denn da jetzt raus?

00:49:36: Nullum brevioris spatio quam adversus gallo skon factor.

00:49:41: Also nullum keins.

00:49:43: das muss jetzt schön parallel aufgebaut übrigens eigentlich der Kontrast zukunkter sein und das bedeutet dass wir uns da wahrscheinlich bellum ergänzen müssen.

00:49:54: also nullum bellum kein krieg Breviore, kürzer.

00:49:59: Das ist ein Komparativ im Ablativ.

00:50:01: und ja, komparative Konsonante-Stecklination.

00:50:04: Deswegen ablativ auf E. Macht immer sehr viel Spaß in Formübungen.

00:50:08: Also irgendwas ist in irgendeinem irgendwie kürzeren Rahmen gehalten?

00:50:12: Ist patio das gehört dazu weil es auch im Ablativ steht Zeitraum.

00:50:16: also kein Krieg wurde in einem kürzenen Zeitraum.

00:50:18: Also kein Kriegt wurde schneller.

00:50:20: Quam als.

00:50:22: logischerweise folgt es nach dem Komparativ Und jetzt ist es auch logisch, dass da nicht ein Applativ steht.

00:50:27: Weil wir hatten ja gerade schon einen Applatif.

00:50:28: Ja, genau.

00:50:29: Man könnte dann vergleichen mit einem Applative aber nicht wenn das was verglichen wird selber schon mal im Applativ steht.

00:50:34: ne?

00:50:34: Das wäre merkwürdig!

00:50:37: Deswegen muss da ja also was heißt muss aber würde da üblicherweise ein Quam stehen.

00:50:42: Also kein Krieg war schneller vorbei als welcher Adversus Gallos Als der gegen die Gallia Kon Fektum Das ist jetzt unser Werb, also das PPP ist es ja eigentlich von Koen Fiekere beendet.

00:50:57: Und jetzt ist das zwar von dem Aufbau her schon relativ zyzerronisch weil das wirklich sehr schön parallel aufgebaut ist.

00:51:05: allerdings so findet die Verbform fehlt dann halt doch was tatsächlich ist.

00:51:11: Also man würde jetzt denken dass da ein Est stehen würd du?

00:51:16: Also nun kein Krieg wurde schneller beendete als der gegen die Gallia und... Wir haben dann auch überlegt, es wäre tatsächlich wahrscheinlich ein Est.

00:51:25: Also ein Indikativ und nicht ein Sit im Potenziales weil das ja jetzt hier als Fakt dargestellt werden soll.

00:51:32: also dass nur mal angenommen wir lassen jetzt unsere Geschichte nochmal Revue passieren Dann ist das aber definitiv der Fakt der dabei rauskommt.

00:51:40: wenn wird das Das haben wir auch in der Konjunktivfolge erwähnt, dass es von diesen konditionellen Perioden natürlich auch Mischformen gibt.

00:51:47: Also wenn wir jetzt mal angenommen das tun dann wäre definitiv das die Folge, dass wir das feststellen weil das so war.

00:51:53: also Claudius möchte uns vermitteln, dass das so wahr, dass dieser Krieg der schnellste überhaupt war den die Römer je geführt haben.

00:52:01: und die Überlegung ist ja dann auch Wenn des Verb fehlt, also das finiete Verb des S Dann müsste es eigentlich immer ein Indikativ sein So ein Konjunktiv würdest du halt nicht weglassen.

00:52:13: Also wenn Tati das gewollt hätte, dass da Sit steht dann hätte er Sit hin geschrieben weil es eine ganz andere Aussage ist.

00:52:19: Wenn glaube ich, dass das immer noch als möglich dargestellt hätte und nicht als Fakt.

00:52:23: Ja, das habe ich mir genauso auch gedacht.

00:52:25: Man kann's nur wegl lassen, wenns unmarkiert ist.

00:52:30: Ja also Geier war sofort vorbei dieser Krieg.

00:52:33: Na ja okay.

00:52:36: Das liegt irgendwie lustig.

00:52:39: Es kann sich eigentlich so wie er es darstellt und gerade weil es halt auch mit diesem Breviores Batio das Thema auf Geschwindigkeit usw.

00:52:47: geht, es kann sich nur gezogen auf die Eroberung Galliens durch Julius Caesar.

00:52:54: Also anders kann da nicht gemeint sein... Da muss man jetzt auch sagen acht Jahre, bin mir jetzt nicht so sicher ob das so ultra kurz ist aber war halt vielleicht dort dann doch kürzer als die doch sehr lange und immer wieder aufkochenden inner-italischen Konflikte.

00:53:09: von den großen außenpolitischen konflikten punischen Kriege usw.

00:53:13: gar nicht zu sprechen, die haben ja alle viel länger gedauert.

00:53:15: also ja vielleicht ist das irgendwie fair und natürlich ist es einfach etwas was mit Caesar halt untrennbar assoziiert ist wie schnell er diese ganzen Sachen alle gemacht hat und so weiter.

00:53:25: insofern muss sich darauf beziehen aber ist natürlich rhetorisch einen Schritt den er da macht, den man vielleicht beim Hören so nicht realisiert.

00:53:35: Aber vorher geht es ja um andere Gallia-Situationen und jetzt schwenkt er irgendwie so unmerklich halt quasi auf den Schritt, den die Römer gesetzt haben, um das Gallia Problem ein für alle mal zu beenden und dass die Gallia Einfälle in Italien so ab... ... Vierhundert vor oder so, halt immer wieder ein Thema waren.

00:54:01: Das unterschlägt er halt

00:54:02: aber

00:54:02: das ist halt, ... ... ist halt rhetorik.

00:54:04: Ja.

00:54:05: Zitzero approves?

00:54:06: Genau!

00:54:07: Ja.

00:54:07: und dann sagt der eben... Und das ist dann der letzte Hinweis darauf dass es sich wirklich auf César bezieht.

00:54:15: Er sagt eben dann Continua in de Agfida Parks.

00:54:17: Haben wir weder kein Verb in diesem Satz, aber ... ... das ist trotzdem relativ gut.

00:54:23: als schließlich alles.

00:54:24: Continua dauerhaft steht wohl im Nominativ.

00:54:28: Inde heißt in dem Fall dann seither ag fida, ag natürlich und und fida ist das zweite Adjektiv.

00:54:36: also dauerhaft und ungebrochen, also eigentlich treu aber so dass man eben nicht hintergangen wird.

00:54:43: und daneben das letzte Wort Parks Frieden ganzwörtlich einfach nur seither dauerhafter und un gebrochener Frieden Also sowas wie Seither herrscht dauerhofter und umgebrochter.

00:54:55: Also ja, es ist nicht nur so dass der Krieg der kürzeste ever war sondern seither herrscht eben

00:55:01: Frieden.

00:55:02: Super!

00:55:03: Das ist natürlich eine sehr optimistische Darstellung würde ich jetzt mal behaupten?

00:55:08: Ja das muss man wohl sagen, ja.

00:55:11: Leicht verklärende Darstellung was natürlich interessant ist in einem Text der von Tatsilus geschrieben worden ist, der im Agrikkuller, du hast es auch schon anderer Stelle öfter zitiert, dass die Römer ja die Eigenschaft haben alles Frieden zu nennen wo sie werde weniger alles zerstört haben, was irgendwie an Zivilisationen da war.

00:55:29: Also dieses Zitat Ubi soli tut in dem Faki und Parkim appellant dort wo sie eine Wüste hinterlassen nennen Sie es Frieden.

00:55:37: das sagt im Alkricula natürlich auch kein Römer sondern sagt einer von den britannischen Anführern aber ist ein Gedanke auf jeden Fall der Tatsache dass nicht fremd ist und ist irgendwie an dieser Stelle finde ich interessant das mich hinter Kopf mitzudenken.

00:55:52: Soll uns das dann sagen, dass Claudius naiv ist?

00:55:55: Schon ein bisschen oder?

00:55:57: Aber auf der anderen Seite.

00:55:58: Ich meine ja an dieser Stelle klingt es nicht so als ob er irgendwie bösewillige Verzerrungen vorwerfen will oder ist es eher irgendwie ein...

00:56:04: Es ist halt eine rhetorische Trick und da kann man den rhetorischen Trick appreciaten dafür, dass es halt ein rhetorischer Trick ist.

00:56:12: Ja vielleicht ist es so.

00:56:13: Weil es wird Claudius ja schon auch bewusst gewesen sein.

00:56:16: Zumal er in Gallien geboren ist und so.

00:56:19: Und historisches Interessat Da müsste man jetzt wirklich noch mal die Originalräte heranziehen.

00:56:26: Oder die Verschriftlichung der Originalräde ist ja auch immer noch nicht gesagt, dass er es so gesagt hat.

00:56:31: Ein anderes Thema.

00:56:33: Gut wie geht's weiter?

00:56:34: Jamm Moribus Attibus Atfinitatibus Nostris Mixi.

00:56:40: Jamm schon jetzt also jetzt gehts von der Historie wirklich in die Gegenwart.

00:56:45: Also wir sind ja jetzt schon... ... von dem Krieg über den kontinuierlichen Frieden in der Gegenwart angekommen.

00:56:50: Da wird es jetzt noch ein bisschen mehr beschrieben, was da los ist.

00:56:54: Moribos, das ist der Applativ von Maurice also immer so blöd übersetzt Sittenbräuche und so... Was man halt so macht in der Gesellschaft?

00:57:01: Was man zu macht ja!

00:57:04: Also irgendwas ist jetzt im Rahmen davon los weil das höchstwahrscheinlich ein Applativ sein wird.

00:57:10: Aratibos also Künste, Fertigkeiten alles Mögliche Adfinitatibus und Verwandtschaften.

00:57:18: Alles im Applativ in Nostris, unsere wird sich dann wahrscheinlich auf alles davon beziehen.

00:57:24: Mixedy, vermischt das muss jetzt auf die Gallia gehen also nominativ plural maskulin.

00:57:30: Und was jetzt jedenfalls das heißen soll ist dass in Sachen so Gesellschaft und Künstler und Verbandschaft sind die ja eh schon längst vermisht mit uns?

00:57:38: Also eigentlich gehören wir ja schon längs eh alle zusammen.

00:57:42: Ja und das ist halt Einer der vielen, vielen Punkte in der lateinischen Literatur wo es irgendwie paradoxerweise darum geht dass den Römern sehr klar bewusst ist das Vermischtheit wenn man so nennen kann ganz grundlegend zu ihrer Identität dazugehört.

00:58:01: Also das ist ja das große Thema der zweiten Hälfte der Inés.

00:58:05: und nicht zuletzt erinnert diese Stelle zumindest mit diesem Mixty usw.

00:58:10: Er erinnert schon daran, was Jupiter im zwölften Buch sagt zu Venus.

00:58:15: Wo er sagt, Komix die Corporatantum subsident teugri.

00:58:19: Also nur beigemischt im Körper bleiben.

00:58:22: die Trojaner erhalten eben mit dem Blick darauf so das sind jetzt nicht irgendwie... Die bleiben keine Trojana für immer sondern die vermischen sich eben mit allem was da in Italien irgendwie so da ist.

00:58:34: und diese grundsätzliche Mischung gehört Zu Rom und zu seiner Stärke irgendwie auch dazu.

00:58:42: Und auf der anderen Seite haben die Römer natürlich trotzdem ein gewaltiges Thema damit, dass sie sich halt irgendwie als was Einheitliches Homogenes wahrnehmen wollen.

00:58:53: Also ist auch bei Livius und bei anderen Autoren das immer wieder ein Thema dieses Sorge davor, dass man irgendwas was nicht römisch ist unter Anführungszeichen von außen annehmen könnte und gleichzeitig das Bewusstsein Alles was man ist irgendwie von außen angenommen.

00:59:06: Ja,

00:59:07: ja das ist schon römisch also auch mit den ganzen Göttern die auch von überall her gekommen sind und so okay dann jetzt halt noch so ein Kult okay whatever Die Gründungsgeschichte eben nicht zuletzt in der Ines.

00:59:20: Und es ist schon interessant auch gerade wenn man sich so anschaut wie teilweise aus Rechter Sicht auf das römische Imperium und alles war so toll und weiß und geil.

00:59:33: Und einheitlich und blubb, das ist dann eher wie bei Tatzitus über die Gamanen geschrieben wird was denn Himmler und Co.

00:59:42: so toll fanden weil die nämlich nicht vermischt sind.

00:59:46: Wir

00:59:47: sprachen davon in unserer Folge über die Nazi-Rezeption der Gamania.

00:59:51: Unschönes Thema.

00:59:52: aber das ist natürlich alles leider... hochaktuell, weil diese ganzen Themen ja immer noch abgerufen werden in rechten Kreisen hier die weiße Antike und so was natürlich völliger Blödsinn ist.

01:00:04: Und was meine ich auch in Römer wie Tatsitos sagen würde hey bitte was soll das sein?

01:00:10: Ja ich mein das ist sowieso nochmal ein ganz eigenes Thema.

01:00:13: aber für mich ist es immer einer der spannendsten Aspekte wenn das im Text eben aufkommt diese Wie römer sind sie tatsächlich ja meistens Männer, halt darüber schreiben über diesen Konflikt irgendwie schreiben.

01:00:27: Einerseits diese Vorstellung davon zu haben dass man irgendwas Einheitiges sein kann will was auch immer und andererseits im Bewusstsein das eben ein sich ständig erweitertes Imperium das halt nicht sein kann.

01:00:41: Ja und das römische Bürgerrecht wurde ja auch mehrfach eben erweitern ne?

01:00:44: Genau.

01:00:45: Marius und so war es doch der das erweiterte hat.

01:00:48: Das war ja dann eben zu dem Zeitpunkt schon völlig normal und wurde auch nicht weiter.

01:00:53: Also gibt es irgendeinen Autor, der das in Frage stellt diese Erweiterung nachträglich?

01:00:58: Wir fällen jetzt spontan nichts ein.

01:01:01: Ich meine dass bei den Historikern Diskussionen Debatten darüber abgebildet werden ist auf jeden Fall.

01:01:07: aber ich glaube nicht, dass wir da irgendwie jemanden haben, der von sich aus gesagt hat, das war ein Fehler oder so.

01:01:13: Ja

01:01:14: und ich finde sowas halt immer spannend, wenn nicht so oberflächliche.

01:01:18: Und natürlich auch nicht historisch begründete Diskurse über Bilder von der antike See die halt so einheitlich und rein und damals war noch alles Gutes.

01:01:26: Also gut aus deren Sicht natürlich auch und das ist halt einfach falsch.

01:01:31: Das Bild ist einfach falsch kann man nicht anders sagen.

01:01:35: Gut anderes Thema machen wir weiter in dem Text hier.

01:01:37: Genau jetzt hat er mal quasi argumentiert mit... Also zum einen eben so auch die Leute, die ganz nah bei uns sind.

01:01:45: Wann mal unsere Feinde?

01:01:46: dann meint er eben so naja und jetzt haben wir schon so lange Frieden mit denen.

01:01:50: Die gehören eigentlich schon zu uns.

01:01:51: Und jetzt kommt das nächste Argument.

01:01:53: Aurum et opes suas inferent aurum gold vermutlich Objekt Et opes Suas Das ist auf jeden Fall Akkusativ.

01:02:02: deswegen auch klar dass Aurum Akkusativ ist.

01:02:04: also Gold und Opis sind ja die Reichtümer Opessures, also Gold und ihre Reichtümer in Ferrand.

01:02:13: In Ferra heißt hineintragen, also gemeint ist zu uns bringen... Also nach Rom beeintragen.

01:02:19: Dreht eben so ein Plural, das bezieht sich dann offensichtlich auf die Gallia Und es steht in Ferrantes Konjunktiv Präsens.

01:02:27: Das heisst irgendwas hier ist wohl und zwar ohne Handlungsgrenze nicht abgeschlossen entweder möglich oder gewollt und im Kontext nach hier die Bedeutung gewollt naheliegender, nämlich also zumindest von Claudius im Sinne von sollen sie doch.

01:02:45: Sollen sie doch lieber?

01:02:47: Im Rubenbauer würde das wahrscheinlich als Jusif betitelt werden, also dass sich hinter dem Konjunktiv quasi ein Befehl verbirgt.

01:02:56: Sollten Sie doch, lasst sie doch ihr Gold und was die sonst noch an Reichtümern haben hineinbringen ins römische Reich, ins Imperium!

01:03:04: Ja, potios quam separati habiant.

01:03:07: Potius ist ja für sich komprativ und potus also mächtig und heißt dann in der Regel lieber, was ist auf das Adverb hier?

01:03:17: Quam, lieber als separati getrennt, es muss jetzt wieder auf die Geiger sein, ist dann so prädikativ.

01:03:23: Also lieber als dass sie das als Getrennte, also für sich, habeant haben.

01:03:30: Das ist hier auch eins-a, zytheronisch parallel zu dem Inferant.

01:03:34: Auch im Konjunktiv entzeichnet also dieses Bild das Wunsches, also das was Claudius will weiter.

01:03:42: Lass sie es doch mit zu uns bringen, mit einbringen ins römische Reich lieber als dass sie es weiterhin getrennt behalten.

01:03:50: Das ist jetzt Claudius insgesamter Wunsch für die Zukunft und deswegen steht's auch beides im konjunktive Präsens

01:03:57: Ja, und dann kommt jetzt hier Omnia Patris Conscripti.

01:04:01: Und Omnia ist natürlich alles nominative oder akkusativ, es heißt, das kommt in ein neuer Gedanke... ...und dann kommt die direkte Anrede Patris Conscriptii.

01:04:10: Das kennen wir natürlich auch aus Zitzero, also die standesgemäße Anreden an diese Naturen.

01:04:17: Ich habe mich da mal gefragt als ich mir das so angeschaut habe.

01:04:22: Also Patris-Conscriptie?

01:04:23: Okay, das kennt man!

01:04:24: Und irgendwie dachte ich so in dem Kontext, warum heißt es eigentlich Coonscripty?

01:04:31: Also hatte ich noch der Musikestehen noch nie darüber nachgedacht.

01:04:33: Was das mit erheben zu tun hat.

01:04:36: Ich hab dann bei den Wetterbücher nachgeschaut und das Coonskripty kommt wohl daher aus der Zeit... Das steht auch irgendwo bei Libios.

01:04:45: ...das Brutus nach Vertreibung von Takvinius Superbus die Ausgedünnten rein der Senatoren weil Takvinus Superbus hat ja massenhaft von denen ermorden lassen.

01:04:54: Also, da musste irgendwie die rein auffüllen und er hat das eben ergänzt aus dem Ritterstand.

01:04:59: Und sie mussten halt eingetragen werden in die Liste.

01:05:03: Das heißt ursprünglich war es Patres et conscripti also die Väter und die Beigeordneten nämlich die aus einem Ritter standen.

01:05:10: Und irgendwann ist es dann einfach Patres conscriptig geworden für diese Natoren was jetzt natürlich fantastisch in den Kontext

01:05:18: passt.

01:05:19: Richtig!

01:05:20: Das stimmt Mit der Erinnerung daran, da gab es schon mal welche die wir aufnehmen mussten weil es zu wenige waren.

01:05:27: Das stimmt das man noch gar nicht aufgefallen hat aber das ist wirklich clever!

01:05:30: Also wirklich sehr schön und natürlich mit dieser direkten Anrede und dem Omnia am Anfang auch das Signal.

01:05:35: so jetzt kommt hier die finale Pointe.

01:05:38: So was ist jetzt die finale pointe?

01:05:51: Jetzt, Vetus Tissima.

01:05:53: Das ist der Superlativ von Vetus-Tustus also alt und im Superlative oder Elatif wenn man so möchte es ist dann uralt Cray Dundur dritte Plural Präsens jetzt wieder indikativ.

01:06:09: Also irgendwas wird von irgendwas wird geglaubt dass das so ist.

01:06:13: Ist in Deutschland aber so ein bisschen kann man nicht wirklich nachbauen mit dem doppelten Nominativ.

01:06:18: Also alles, was wir jetzt für Uralt halten.

01:06:21: Von dem wir glauben das ist uraltes und hier steht jetzt auch wieder ein Indikativ.

01:06:27: Das ist nicht ein hypothetisches Bild kein Gedankexperiment auf das er uns mitnimmt sondern das ist so.

01:06:33: Das möchte ich also darstellen dass es so ist, dass irgendwas los ist mit allem, was wie jetzt für uraltehalten.

01:06:38: Genau!

01:06:39: Auch übrigens ganz schön finde ich, dass es eben hier kreduntur ist und nicht putantur weil putare heißt ja auch Glauben und halt führen aber mit dem Kreddere, dass er eher was Intuitives hat und Putare heißt ja eigentlich Zählen und hat eher etwas Intellektuelles quasi.

01:06:55: Mit dem Motor streicht er ja, dass es das ein bisschen für naiv hält.

01:06:59: Ja, das finde ich ganz interessant weil das ein sehr schönes Bild ist von dem was wir in dieser Konjunktifolge so hatten, dass die Moduswahl immer darauf war ankommt, was die sprechende Person darstellen möchte.

01:07:11: Man ahnt ja schon in welche Richtung es jetzt geht und wir denken das ist alles was wir für uralt halten, was wird wohl damit sein?

01:07:18: Wir haben das nicht immer so gemacht.

01:07:21: Aber das steht halt im Indikativ weil er damit die Situation beschreibt... ... in der sich diese Leute, die gegen ihn argumentieren befinden.

01:07:29: Dass sie denken, oh das geht gar nicht!

01:07:30: Wir können hier keine Gallier bei den Emils wählen und die alte Erwürdung senat... ... und es darf niemals sich ändern.

01:07:36: Wo kommen wir denn dahin?

01:07:37: Slippery Slope und so.

01:07:39: Und eigentlich ist es ja nur deren Annahme,... ...die für Sie aber real sind.

01:07:43: Das ist das wie es Claudius d'Arst stellt.

01:07:45: Deswegen steht es um Indikat.

01:07:46: Ja genau.

01:07:47: Du hast da schon gesagt was wird jetzt kommen.

01:07:50: Es kommt Nova Fuere.

01:07:53: Also Nova heißt ja Neu, steht hier auch im Neutron Plural genauso wie Vitustissima.

01:08:00: Und Omnia?

01:08:01: Genau und Omnia aber jetzt im Nominativ weil es das Subjekt zu Foeres ist das gleich dahintersteht Foere wieder die verkürzte Form für Foe rund und das heißt natürlich Waren einmal neu war einmal neu je nachdem wie man dieses Neutrom Plural vorher übersetzt hat.

01:08:17: Aber alles was wir jetzt für ganz ganz alt halten war einmal neu.

01:08:23: Und warum habt ihr dieses Einmal im Deutschen drinnen?

01:08:25: Weil wir mit dem Einmal ausdrücken, dass es jetzt nicht mehr so ist.

01:08:29: Das heißt das es abgeschlossen ist und was im Lateinischen das Verb alleine leistet mit Fuere weil das eben perfekt ist und damit ausdrückt, dass die Handlungsgrenze erreicht ist also betont, dass sie erreicht ist.

01:08:43: Wir denken jetzt – das war immer schon so aber war's halt

01:08:47: nicht.

01:08:47: Genau und der Punkt zu dem das neu war ist halt vorbei Und deswegen erinnern wir uns gar nicht mehr daran, dass das mal neu war.

01:08:54: Sondern denken ... Das war schon immer so.

01:08:56: Also es ist ein sehr gutes Beispiel für die Handlungskanzeln.

01:08:59: Perfekt!

01:09:01: So.

01:09:02: und jetzt geht's noch weiter in seiner Erklärung.

01:09:05: Und zwar plebei magistratus post patricius.

01:09:10: D.h.,

01:09:11: es gab plebeische Magistrate also Amtsinhaber nach Post Patricius, nach dem Patrizischen.

01:09:20: Da wird jetzt das vorherige weiter gelten.

01:09:21: Also es gab an irgendeinem Punkt dann auch neue plebeische Amtsinhaber, nachdem's vorher nur die Patrizischen gab und heute kommt uns das ganz normal vor, dass es die gibt aber es war halt mal der Umbruch.

01:09:34: Also gemeint sind da natürlich die Ergebnisse der Ständerkämpfe, zuerst durften nur die Patricia hier, dann die Plebeia Dann kommt hier ganz parallel gebaut als nächstes Latini Post-Plebeios.

01:09:46: Eigentlich auch klar, dass wir die Magistratus, die wir davor hatten jetzt hier weiterziehen müssen als Substantiv.

01:09:52: Also latini-latinische Postplebeos nach dem plebeischen.

01:09:57: also zuerst haben die innerrömischen Plebeia das Recht bekommen dann haben die Latina rund um Rom das Recht bekommt Ämter zu bekleiden.

01:10:09: also wirklich ganz parallel und so wie es Tizero wahrscheinlich auch machen würde

01:10:14: Ja und damit nicht genug.

01:10:15: Keterarum Italia Gentium post latinos.

01:10:18: Jetzt haben wir hier eine kleine Variation, weil Tatsichus kannst du ja doch nicht lassen.

01:10:23: Keteraram Italia Gentiam ist jetzt genitiv bei so anderer Völker Italiens also sogar zwei Genitive ergänzt wieder Magistratus.

01:10:34: Das heißt von den anderen Völkern in Italien jedenfalls gab es dann auch diese Ärmzenhaber also eine noch malige Erweiterung

01:10:42: Post

01:10:43: Na, und was muss jetzt kommen richtig Latinos?

01:10:45: Also der vorherige Schritt.

01:10:46: Nach den Latinen kam dann eben noch die anderen Völker-Italiens dazu.

01:10:51: Es ist wirklich eine schöne Struktur also komplett durchgezogen bis auf diesen kleinen Ausreißer mit dem das dann eben kein addiktiveres Attribut ist sondern genitiv Attributh aber grundsätzlich sehr vereinert nachvollziehbar.

01:11:05: Und jetzt sagt er hier in Weterasket Hock Quokveh In Weterasco dritt der Person Singular Futur in Weteraskett, hängt natürlich mit Vetus zusammen.

01:11:16: In gibt quasi die Richtung an und dieses SC-Sufix in Witeraskett das signalisiert ja bei Verben immer dass es sich um sogenannte inkohative Verben handelt also Verben die das Beginn oder das Ablaufen eines Prozesses ausdrücken.

01:11:34: Das heißt etwas wird werden und zwar Vetus also alt.

01:11:39: Auch das wird alt werden,

01:11:41: d.h.,

01:11:41: weil danach kommt Hock-Cockwell und das muss dann eben das Subjekt zu diesem In-Wetter-Rasket sein.

01:11:47: Hock ist natürlich das worum es hier in dieser Diskussion geht die Zulassung von Gallien zum Senat.

01:11:53: D.h.

01:11:54: er sagt hier auch dass womit wir uns hier beschäftigen mehr oder weniger?

01:11:59: In-wetter-rasket – auch das wird irgendwann alt werden ist hier nicht zufällig Futur, weil es ist zwar genauso wie der Konjunktiv-Presenz etwas das jetzt noch nicht realisiert ist.

01:12:11: Aber es ist eben kein Wunsch, sondern es wird so dargestellt dass das tatsächlich so kommen wird.

01:12:18: Also das wird auch einmal etwas sein, dass uns alt vorkommt, dass wir galische Magistrate haben Genau und was mir an dieser Stelle noch aufgefallen ist ganz interessant Weil wir haben ja

01:12:28: im

01:12:28: britantischen mehrere Möglichkeiten das deutsche Auche wiederzugeben Das nachgestellte Quokve, so wie hier.

01:12:34: Und Etiam, das deutlich häufiger ist und ich finde an der Stelle kann man gut erkennen was der Unterschied ist weil... Was Tazidus hier ausdrückt oder was Claudius slash Tazido sich ausdrücken wollen ist ja dass für dieses Ding gilt genauso wie für alle anderen auch.

01:12:52: also es wird betont, dass das keine Ausnahme darstellt und bei Etiam wäre es andersrum.

01:12:58: Weil bei etiam geht's darum DAS MAN etwas herausstellt als etwas, das zwar keine Ausnahme ist.

01:13:06: Aber von der man vielleicht glauben könnte es wäre oder von der der Sprecher selber in der Meinung ist, es könnte eine sein.

01:13:11: Überraschenderweise ist es aber keine Ausnahmen.

01:13:14: Daher kommt dann auch dass das Ethium im Deutschen dann oft mit sogar eben ausgestellt wird.

01:13:19: Ja und so würde hier gar nicht passen.

01:13:20: Das ist ein guter Punkt.

01:13:23: Und der Gedanke ist noch nicht vorbei.

01:13:24: da kommt man sich auch so ein bisschen vor wie bei C-Zero.

01:13:26: Jetzt kommen wir eigentlich mal zum Grund.

01:13:29: War doch schon eine gute Freunde, aber nein, der ist auch nicht vorbei.

01:13:34: Et quat hodie exemplis toe mor et quot und was?

01:13:39: Hodie heute exemplis das wieder ein Appletiv also irgendwas mit Beispielen machen wir Toe Mor.

01:13:46: Toeri betrachten und dann noch fünf tausend andere Dängern.

01:13:49: Toerii ist auch so ein Werb, es kann einfach hier in einer Situation alles heißen was man gerade braucht Also kann ja auch Beschützen verteidigen usw.

01:13:57: sein.

01:13:59: Gemeinsein muss ja alles, was wir halt heute diskutieren auch mithilfe von Beispielen also.

01:14:06: Alles was heute der Diskussionsgrund ist etwas das wir heute diskutiert indem wir verschiedene Beispiele aus der Vergangenheit heranziehen beispiele sind ja noch historisch ist dann für die Rimmer Ja, nicht immer auch.

01:14:18: Mit Beispielen untermauern?

01:14:20: Genau!

01:14:20: Also alles worüber wir diskutieren und wir brauchen irgendwas womit wir diskutierend also ziehen wir andere Sachen als Beispiel heran um das einordnen zu können.

01:14:29: Das ist ja eine beliebte Diskussionsgrundlage und es haben ja ist ja auch passiert.

01:14:35: Das waren ja dieses ganze.

01:14:36: Oh Gott Wir können hier nicht die zum Sinn nachzulassen weil das war ja mal unser Feindsieh historisch Episode A und B so.

01:14:42: Genau also das was wir heute mit Beispielen ... schützen, verteidigen, inter-exemplar errit.

01:14:50: Also da ist ganz offensichtlich das Subjekt dass... also was mit Quad bezeichnet war hier dann der Subjekt.

01:14:56: Errit Futur.

01:14:58: es wird sein inter-Exemplar unter den Beispielen.

01:15:01: Also gemeint ist das was vorher andere Beispiele gebraucht hat um argumentiert werden zu können.

01:15:07: Das wird für zukünftige Diskussionen selber ein Beispiel

01:15:10: sein.

01:15:11: Weil's dann völlig normal ist?

01:15:13: Weils dann normal und etabliert ist.

01:15:15: genau Das ist quasi der Schluss dieser Rede und oder wie sie tatsächlich festgehalten ist.

01:15:20: Und ich habe mir da echt gedacht, ich finde das wirklich ein schöner Gedanke und es ist für römische Verhältnisse irgendwie ungewöhnlich zukunftsorientiert.

01:15:31: man könnte fast schon sagen liberal ja progressiv

01:15:34: Ja.

01:15:35: also warum nicht den Gallian diese Rechte geben?

01:15:40: Ich find's halt witzig weil es natürlich... möglicherweise vom zeitgenössischen Publikum anders gelesen wurde, aber aus einem modernen Zusammenhang finde ich es für mich.

01:15:50: Claudius wird sehr sympathisch durch diese Worte.

01:15:54: Ja also ich fand das auch eigentlich ein sehr sympathischer Ansatz und das ist eben auch das was ich so interessant fand was ich vorhin meinte dass eben auch dieses ganze Römische immer wieder erweitert wurde Und die Beispiele haben wir jetzt ja auch gesehen eben und heute ist auch diese Erweiterung ein Beispiel.

01:16:14: Also Claudius hat quasi recht bei seiner Rede, was ja auch irgendwie schön zu sehen ist.

01:16:21: Das eben so Sachen wie römisches Bürgerrecht nicht an der Stadt Anund für sich alleine hängt sondern dass das immer wieder erweitert wurde die diese Wahlmöglichkeit in den Sanat erweitert wurde und so weiter, was ja eigentlich das komplette Gegenteil von dem.

01:16:37: Wir sind ein kleines einziges Volk und eine reine Volk.

01:16:42: Und hier kommt nichts rein und geht nichts raus und wir sind die besten und größten und alles andere wird in den Staub getreten unterworfen und niemals uns gleichgestellt weil wir die Besten sind.

01:16:53: Das ist in der römischen Geschichte auch so.

01:16:56: Wir treten euch in den Staub, weil wir die Besten sind und es ist natürlich auch in der Römische Geschichte drin.

01:17:00: Das kann man jetzt nicht weg erklären aber das ist halt eben auch Teil des römisch-en Reiches.

01:17:05: Ja, so ist es!

01:17:07: Gut ich lese noch mal vor... Kaptea gallisumus, set etuskis obsides dedimus et samnitium jugum subiimus.

01:17:22: Actamen si cungta bella rekenzias nullum breviuris batio quam adversus gallos confectum.

01:17:29: Continua inde aqfida pax.

01:17:32: Jam moribus artibus affinitatibus nostris mixti aurumet opessuas inferant potius quam separati habeandt.

01:17:40: Omnia patres conscribt i quai.

01:17:42: nun ketustissima creduntor Es

01:18:03: ist schon anders als Tatjus normaler Stil.

01:18:06: Also es ist relativ straight forward und wir hatten jetzt auch keinen Satz, wo wir irgendwie dreimal drüber nachdenken mussten was das wirklich heißt?

01:18:15: Und es ist auch relativ parallel.

01:18:17: Also das ist jetzt nicht komplett so wie bei Cicero, aber es ist jetzt noch nicht super weit weg von Ciciero?

01:18:23: Ja ich finde das ziemlich cool eigentlich gesagt weil wir wissen ja dass Tatsitos nicht immer so schreiben muss wie er's gerne tut.

01:18:31: also gibt eben den Dialogus und der schreibt da ja anders.

01:18:34: Er kann das ja schon, aber ich find' echt spannend wer das hier einsetzt.

01:18:39: So würde ich das auf jeden Fall interpretieren um zu markieren dass es eben hier tatsächlich, zumindest auch Claudius ist, der spricht.

01:18:47: Dass er hier ganz bewusst einen anderen Stil wählt, das nicht irgendwie so umarbeitet und dann klingt wie er, sondern als stimmlichen Fremdkörper, das er ein bisschen drinnen lässt... Ja,

01:18:57: das ist echt spannend.

01:18:58: warum bei dieser Rede?

01:18:59: Weil bei Tiberios machte das ja nicht, ne?

01:19:02: Ja, genau!

01:19:04: Die Tiberius-Reden klingen ja voll wie Tassidus selber aber Claudius halt nicht.

01:19:10: Ja, also es wäre halt tatsächlich mega spannend sich diese die Originalrede anzuschauen und zu schauen was das Tatsynos draus gemacht hat.

01:19:16: Wie gesagt springt hier ein bisschen den Rahmen und auch die Kompetenzen.

01:19:19: aber wenn's so ist dass er eben tatsächlich hier das halbwegs fair bearbeitet hat und nicht verzerrt hat dann ist ihm da offensichtlich etwas daran gelegen das irgendwie so zu erhalten wie es war für sich schon interessant.

01:19:34: Ja, jetzt kann man sich wieder fragen was will er uns damit sagen.

01:19:37: Ist er jetzt dafür oder dagegen Tatsitus?

01:19:40: Ich mein es kann ja auch sein dass eine differenzierte Haltung zu Claudius hat und sagt zu Claudis ist zwar jetzt so für innenpolitische Sachen und generell für die Rolle die er spielen muss irgendwie ungeeignet aber er hat trotzdem vielleicht nicht so schlechte Ansichten über Dinge.

01:19:55: Ja wer würde Tatsitus das wirklich gut finden?

01:20:00: Das ist die andere Frage.

01:20:01: Also so wie er sich teilweise bisher geäußert hat, bin ich mir da nicht so sicher.

01:20:07: Ja

01:20:08: also wir werden uns nie wissen weil wir ihn nicht fragen können und der ist jetzt nicht ausdrücklich beruhteilt aber weiss ich nicht.

01:20:16: Ich meine davon glaube ich auch nicht vergessen dass zur Zeit von Tatsu diese ganze Erweiterung halt eben wie gesagt... ...auch schon längst lange Realität war ne?

01:20:23: Also ich mein das er vielleicht einfach irgendwie eben den Zeitgeist irgendwie erkannt hat.

01:20:28: für etwas was dann untertrain ... hat schon völlig normal war, vielleicht gibt er eben dafür Kredit.

01:20:34: Ja

01:20:35: weil es ja tatsächlich so gekommen ist auch zu Tatsache das Zeit dann schon.

01:20:39: Ja fair enough.

01:20:40: Gut jedenfalls folgt der Senat dem und die Hedwa sind... ...dann die ersten die einen Amt haben dürfen?

01:20:48: Genau sie sehen ja auch irgendwie die nächsten im trans alpinischen Galien glaube ich.

01:20:54: Und genau die Reihen der Patrizier werden dann auch noch erweitert von Claudius.

01:21:00: Und Claudius überlegt sich auch noch, wie er hier Leute wegen unmoralischen Verhaltens aus dem Senat rausbekommen kann.

01:21:07: Das ist irgendwie auch eine interessante Überlegung.

01:21:10: Er meint daneben die Leute sollten mal ihre eigenen Angelegenheiten begutachten und dann sollten sie um Erlaubnis bitten den Senat zu verlassen was ihnen dann wiederum gewährt werden soll.

01:21:20: Also da geht es natürlich viel darum das Gesicht

01:21:23: waren zu können.

01:21:24: also wir schließen niemanden aus sondern die sollen einfach selber schauen und dann eben sagen so ja vielleicht Pass ich da jetzt nicht mehr so rein.

01:21:31: Und das kommt offensichtlich ganz gut an, der Senat will ihn dann eben als Dank dafür Pata Senatus nennen.

01:21:38: aber Claudius lehnt diese Ehre ab.

01:21:40: Dann kümmert er sich noch um den Zensus also die Volkszählung letztendlich und kommt hier auf die sehr genaue Zahl der Bürgerroms von fünf Millionen neunhundert vierund achtzigtausend und zweiund siebzig Was natürlich jetzt nicht die Bevölkerung der Stadt ist, sondern das gesamte Imperium.

01:21:58: Ja

01:21:58: weil römisches Bürgerricht ja mehrfach erweitert wurde?

01:22:02: Genau und Augustus waren es wohl Mind Barret noch knapp vier Millionen.

01:22:07: also da hat sich einiges getan.

01:22:10: wie gesagt wahrscheinlich noch sehr viel mehr getan aber halt zwei Millionen circa haben das Bürgericht

01:22:15: mehr was so prozentual schon heftiger Anstieg ist.

01:22:20: Und jetzt wird angekündigt, dass Claudius sich so langsam doch mal mit seiner familiären Situation auseinandersetzen muss.

01:22:28: Sie hatten ja alle möglichen Aktionen, die er hatte und vor allem aus unserer Sicht eigentlich gut waren.

01:22:36: Zumindest spannend mit dem Alphabet und ziemlich gut mit dieser Erweiterung für die Gallia – mit mehr Rechten!

01:22:42: Jetzt ist aber immer noch das Problem mit seiner Frau... Tatsits kündigt schon mal an, dass die Klärung dieser Situation, die jetzt gleich folgen wird dann zu einer Leidenschaft führt.

01:22:58: Die ihrerseits zu einer Inzestusen ihr führt.

01:23:02: Das wird dann sein mit seiner Nichte Agrippina das steht da noch nicht ab und es wird dann passieren

01:23:09: Genau also eben mit der Mutter von Ergo.

01:23:11: Ja und diese Thematik ist ein bisschen wie so eine Zwischenüberschrift weil das ist dann eigentlich das was das restliche Buch bestimmt nämlich in Kapitel schwenkt die Kammer Richtung Messer-Lina und es ist klar, dass Messer Lina langweilig ist.

01:23:27: Und deswegen wird sie immer ausschweifender und immer ausgefallener in ihren sexuellen Vorlieben.

01:23:35: Interessanterweise will Celius das auch alles in die Öffentlichkeit tragen und natürlich auch Claudius loswerden

01:23:41: kann.

01:23:42: Ja wirklich?

01:23:43: Alternativ hat er ja nicht mehr was.

01:23:45: Genau!

01:23:45: Das ist dann irgendwie der letzte Last Resort.

01:23:49: Messer lina findet jetzt ihrerseits dann aber nicht so gut, weil sie meint eben das.

01:23:54: wenn Silius dann alles erreicht hat und auch Claudius nicht mehr fürchten muss.

01:23:58: Dann will er vielleicht auch silos werden was...

01:24:00: Good point!

01:24:01: Ja könnte passieren.

01:24:03: Hättest du dir

01:24:03: vielleicht vorher überlegen sollen?

01:24:05: Aber ja

01:24:06: genau.

01:24:06: und dann ist für Sie der nächste Schritt passende nächste schritt offensichtlich eine komplette Hochzeitsfeier zu arrangieren und sich mit Silius eben da öffentlich ... zu verheiraten oder zumindest diese Zeremonie abzuhalten wären Claudius... ... gerade nicht in Romis, sondern für ein Opfer in Ostia.

01:24:26: Also im Hafen.

01:24:27: Ja also auch nicht super weit weg aber jedenfalls nicht vor Ort.

01:24:32: Genau in siebenundzwanzig erklärt Thas ist es erst mal dass er selber weiß das jetzt komplett unglabberig ist was er da erzählt.

01:24:44: Der Gedanke kam uns auch schon.

01:24:46: Also, das ist auch schön.

01:24:48: Der Absatz geht da los mit Hautesumiginarus fabulosum visumiri.

01:24:53: Da hat man tatsächlich mal ein Infinitifutor Passivvisumiri, es wird gesehen werden.

01:24:58: also ich bin mir völlig im Klaren dass das wild erfunden klingen wird was sich jetzt hier bricht.

01:25:07: Barrett findet dieses Zugeständnis von Tatsitos, dass das komplett unglaubwürdig ist was er jetzt erzählt den Bericht dann wieder glaubwürdig macht.

01:25:19: Ja, weiß ich nicht.

01:25:20: Aber Barrett sagt auch dazu dass die Motive der Teilnehmenden ja baffling bleiben also weiterhin zu erstaunen führen.

01:25:31: und ja also nachdem ich das jetzt alles gelesen habe wir werden es gleich zusammenfassen bin ich auch beaufelt.

01:25:38: Das gibt kein bessere.

01:25:40: kein deutsches Wort ist ausdrücken kann.

01:25:42: was zur Hölle, habt ihr euch gedacht?

01:25:45: Absolut

01:25:46: sprachlos.

01:25:48: Es ist wirklich wild.

01:25:50: Kapitel achtundzwanzig es regt sich Widerstand am Hof und zwar bei den Leuten die jetzt das nicht so cool finden wenn sich da jetzt hier alles von oben nach unten kehrt und die wollen dass Claudius in der Macht bleibt und diese natürlich alarmiert weil haben wir jetzt schon aufgesehen Claudius ja so wahnsinnig naives und seine Frau eben alles machen lässt.

01:26:11: Auf der anderen Seite wiederum denken Sie sich, wenn sie sich jetzt zu diesen Aktionen versteigt dann wird er wohl nicht mehr anders können als sich gegen Messerlina zu stellen.

01:26:18: Und das wiederum finden sie natürlich gut weil die sind in einem Dorn im Auge.

01:26:24: Genau und jetzt kommen drei Männer zusammen, die informiert uns Tatsitos in verschiedene Mordewoll involviert waren einer anscheinend auch bei Caligula und die besprechen wie sie jetzt Messerliner von Celius losbekommen.

01:26:37: Und zwei bekommen er erst mal kalt Füße und der dritte ist ein gewisser Narziss, so ist der bleibt dran.

01:26:42: Und wartet jetzt eine Gelegenheit ab bei Claudius gehört zu bekommen.

01:26:46: und beauftragt es du du zwei Sexarbeiterinnen mit denen Claudius schon Umgang hatte das zu arrangieren?

01:26:53: Ja die kennt er nicht und dann hat er Vertrauen.

01:26:56: zu denen muss die Logik sein.

01:26:59: Das wird in den Kapitel drei sich ausgeführt.

01:27:01: Eine von diesen sechs Arbeiterinnen sie heißt Kalporenia Die erzählt dann Claudius dass alles also Sie Suche ihn dazu zweit auf.

01:27:09: Und während sie bei ihm sind, erzählt sie das ganze Claudius und fragt dann zur Bestätigung die andere.

01:27:16: Sie heißt Cleopatra... Die

01:27:17: Namen auch ne?

01:27:18: Also kannst du ja nicht ausdenken!

01:27:21: Sie fragt sich dann, stimmt doch was ich da erzähle.

01:27:24: Und Cleopatranik Claudius ist dann im Bilden und er ist nicht näher nachvollziehbar und gründend.

01:27:30: ist Narkissus dann auch da?

01:27:33: Ja, vielleicht ist es auch ein bisschen später.

01:27:35: Ich hab's nicht mehr ganz auf dem Schaum.

01:27:39: Es muss ja da weiterhin die Fäden ziehen und fragt dann Claudius ob er denn wisse dass er geschieden ist?

01:27:47: Weil eben diese andere Hochzeit in seiner Abwesenheit passiert ist und ob er dann auch wisse das jetzt Silius sich der Stadt bemächtigen würde wenn Claudius sich nicht jetzt mal hier endlich Den Hintern hochbekommen und was tut?

01:28:02: ja mittlerweile einunddreißig frage claude ist dann seine engen freunde.

01:28:08: Was denn da jetzt abgeht und ihr zählen ihm auch.

01:28:10: die Wahrheit also die wusste der noch impliziert die wussten alle was los ist haben sie mich gesagt was also?

01:28:17: okay das hat irgendwie keine konsequenzen für diese leute.

01:28:21: aber nun gut.

01:28:22: Noch keine muss man jetzt sagen.

01:28:23: Weil die unmittelbare Frage ist auch okay was machen wir denn?

01:28:27: Jetzt müssen wir hier erstmal die Pretorianer Korotten versammeln und quasi auf Romastien so nach dem Motto.

01:28:33: Ja voll, genau!

01:28:36: Also das ist ja irgendwie jetzt die Diskussion, die hier stattfindet.

01:28:40: Glaubt ihr es hat dann erst mal irgendwie auch nachvollziehbarerweise erstmal ziemlich ein Panik anfallen?

01:28:44: Aber angesichts dieser ganzen Situation muss man schon sagen, ziemlich überfordern das in dem Ausmaß.

01:28:51: Ja also tut mir schon ein bisschen Leid auch, muss ich sagen.

01:28:54: Er möchte eigentlich so das Beste für Digalia und dieses macht eigentlich ganz vernünftige Sachen und so was.

01:29:01: Der hätte es vielleicht auch früher merken können, egal...

01:29:04: Ja.

01:29:05: So, er fragt dann jedenfalls ob er denn überhaupt noch der Kaiser ist an Ipsen, Imperie, Potens und ob Silius jetzt noch ein Privatmann ist oder nicht?

01:29:13: Und währenddessen benimmt sich Messerlina noch an Maasner und da gehen dann quasi so also man muss es schon irgendwie bakantische Rituale nennen die sie da fernstaltet.

01:29:23: Also das ist völlig wild!

01:29:24: Das ist die total wilde Beschreibung ist auch nämlich nicht kurz, weil es dann in dieser ganzen Absatz vor irgendwie geschildert wird was sieht eigentlich für Orgien Veranstaltet.

01:29:34: Es ist crazy.

01:29:36: Ja, Schnitt nach Rom in Kapitel thirty-two.

01:29:39: Messer Lina erfährt das Claudius sich auskennt jetzt und natürlich unterwegs ist um Rache zu nehmen.

01:29:48: die Nachricht verbreitet sich ihre Gefolgschaft bekommt Angst und verstreut sich und Messer lina schickt erstmal ihre Kinder vor dass sie den Vater begrüßen sollen schon mal so ein bisschen sein Gemüt kühlen.

01:30:03: und sie begniet außerdem die ranghöchste Westalien, wie wir wissen hoch angesehene und religiös aufgeladene Person.

01:30:12: Damit sie ein gutes Wort für Messerlina bei Claudius einlegt.

01:30:17: Und dann beschließt sie mit den ihr verbliebernden drei Vertrauten den Weg nach Ostiaan.

01:30:23: Mehr war nicht mehr!

01:30:25: Es ist echt absolutes Theater, sollte man meinen.

01:30:27: Naja in der E- Thirty bei Claudius ist die Situation jetzt aber so nicht wirklich besser geworden weil dieser Pretoriana Prefekt, der jetzt eigentlich die Truppenäuhe organisieren soll, ist anscheinend nie so fähig und... Aber es ist ja immer noch ein Assister!

01:30:41: Und er bietet natürlich komplett selbstlos an das Kommando zu übernehmen.

01:30:48: Und äh bei Claudios im Wagen zu reisen.

01:30:52: Ja also da wird sich gut in Position gebracht.

01:30:55: Ja, in thirty-four kommentiert Tasselus dann das die Bemerkungen des Kaisers über diese ganze Situation wohl inkonsistent waren.

01:31:05: Weil auf der einen Seite regte sich auch über seine Frau und auf der anderen Seite schwellig da gleichzeitig in die Erinnerung an die guten Tage muss ich ganz ehrlich sagen wenn ich in der Situation bin ... mache ich das auch, oder?

01:31:18: Also ich finde es ist eine relativ nachvollziehbare Situation.

01:31:20: Ja, das finde ich jetzt auch nicht so... Ich meine angesichts der komplett wilden Umstände würde ich jetzt ... ... auch nicht unbedingt eine rationale Reaktion von irgendeinem beteiligten Erfaden.

01:31:35: Wahrscheinlich nicht nein.

01:31:36: Jedenfalls kommt dann Messer Lina irgendwann hier an oder diese auf den Weg zu ihnen und versucht ihn mal mit dem sie da in Erinnerung ruft, dass die Mutter seiner Kinder ist.

01:31:46: Versucht sie ihn gnädig zu stimmen.

01:31:48: und ein Zissus der sich da ja jetzt schon in Position gebracht hat.

01:31:52: Der brüllt sie dann quasi hier nieder mit Vorwürfen.

01:31:55: und damit Claudius nicht in die Situation kommt das er Messerliner zu lange anschauen kann drückt er ihm einen Schriftstück in die Hand.

01:32:06: Dass es sich durchlesen soll damit er eben auf das Schrift Stück schaut und nicht auf ... nicht auf Messerlina.

01:32:13: Ja Dann zieht Claudius in die Stadt ein.

01:32:17: Zuerst mit den gemeinsamen Kindern, also dem mit Messerliner gemeinsamen Kindern, der dann aber Narcissus entfernen lässt.

01:32:24: Was Narcisus nicht verhindern kann ist dass die Vestalin, der sich ja Messerlina vorher anvertraut hat, an Claudius herantritt mit der Forderung eine Ehefrau nicht zu verdammen ohne ihre Verteidigung zu hören.

01:32:37: Und was schon irgendwie ein fairer Punkt ist?

01:32:40: Auch wenn die Situation natürlich einfach komplett.

01:32:43: Nun, gut.

01:32:45: In fünfundreißig sagt Claudius irgendwie zu der gesamten Situation nicht wirklich irgendwas also anscheinend überfordert was jetzt auch nicht so überraschend ist.

01:32:54: Sie ziehen jetzt jedenfalls erst mal zum Haus von Siljus wo sehr viel Reichtümer der Neroen und der Druze angehüpft sind also von Claudias Familie.

01:33:02: Was den jetzt dann doch mal?

01:33:04: es findet er nicht cool Auch nachvollziehbarerweise.

01:33:08: Und dann geht es weiter zum Lager zu den Truppen, weil wir haben ja jetzt auch Truppen in Rogen.

01:33:12: Das war ja in Buch sechs auch Thema und die Truppen stehen auch hinter Claudius.

01:33:17: und dieser Silius wurde inzwischen aufgetrieben und wird dann angebracht und der verteidigt sich noch nicht mehr, also der weiß komplett ist jetzt gelaufen so.

01:33:25: Also der ist irgendwie der realistische von den ganzen Leuten, der entweder involviert sind und seine einzige Bitte ist jetzt schnell hingerichtet zu werden.

01:33:32: Ja und neben ihm werden noch diverse andere Leute zur Hinrichtung verurteilt von Claudius

01:33:38: Genau, unter denen befindet sich auch ein gewisser Nester.

01:33:42: Er ist ein Schauspieler und geht in Kapitel thirty-six drum.

01:33:45: Der sorgt dir für den Moment des Zögerns weil er nämlich Wunden von Peitschenheben her zeigt das ist dieses Motiv mit dem ich zeige.

01:33:53: meine Wunden hatten wir ja auch schon öfter mal oder irgendwie für Mitleid zu sorgen und erklärt dann eben dass er gezwungen wurde Messerlina zu folgen und Claudius Kurs davor, Gnade zu zeigen und wird dann aber doch überredet.

01:34:10: Und dann wird er auch getötet.

01:34:12: Dumm gelaufen!

01:34:13: In dem Siebenunddreißig sind fast damit angekommen der Absurditäten.

01:34:17: Zumindest für dieses Buch.

01:34:19: Er überlegt Messalina wie sie jetzt um ihr Leben flehen kann und ist irgendwie völlig absurderweise der Meinung dass sie das vielleicht sogar schaffen könnte?

01:34:29: Und es wird dann auch gesagt, dass Claudius wohl sogar schon wieder ein bisschen milde gestimmt ist nachdem er was gegessen hat und ein bisschen weingetrunken hat.

01:34:39: Also vielleicht hätte es sogar wirklich geklappt und sagt nämlich noch, dass die arme Frau Miesera jetzt ihre Verteidigung vorbringen können.

01:34:47: Der hat ja zugesagt der Vistalin das die Verteilung gehört wird von Messerlina.

01:34:52: So ein Narzissos weiß jetzt komplett Bescheid was Sache ist.

01:34:55: Der denkt sich schon wenn Claudius sich das jetzt anhört dann wird er Gnade zeigen.

01:34:59: Das kann jetzt natürlich nicht passieren.

01:35:02: Das heißt, Narcissus interveniert höchstpersönlich und behauptet einfach.

01:35:06: Er lügt die Zentaurion und den Tribunen, der da jetzt die Macht haben oder dem Befehl haben.

01:35:11: Die lüge einfach an und sagt, der Kaiser hat bevollziehen zu richten.

01:35:15: Mhm.

01:35:16: Sie ziehen also los und finden Messalina auf und sie liegt am Boden neben ihrer Mutter und die Mutter rät ihr sich selbst zu töten weil diese Situation aber nicht absolut genug ist.

01:35:26: Genau, und dann sind wir in Kapitel thirty-eight im letzten Kapitel.

01:35:29: Und Messer Lina versteht dann als da hier diese Meuchelmörder auftauchen, versteht den Ernst der Lage und versucht sich dann sogar mit dem Messer tatsächlich selbst zu töten aber wird dann doch mit einem Schwert erstochen und Claudius erfährt das dann.

01:35:51: es wird aber unklagelassen ob sie sich jetzt eben selbst getötet hat oder Ob sie von fremder Hand gestorben ist.

01:35:57: und Claudius fragt auch gar nicht, sondern bittet um mehr Wein.

01:36:02: Sehr nachvollziehbare Reaktionen übrigens!

01:36:05: Richtig... Und in den nächsten Tagen zeigt da auch keine weitere wirkliche Regung und Nazisus wird dann als nächstes Mal zum Questo ernannt.

01:36:17: Das ist der Text, den wir einwandfrei verstehen können.

01:36:20: und dann gibt es noch einen Satz.

01:36:22: und dieser Satz Laut Barrett hopelessly corrupt.

01:36:26: Also...

01:36:27: Unheilbar krank ist doch auch immer der Austrag, ne?

01:36:29: Ach

01:36:30: so stimmt!

01:36:30: Ja genau, sexkritisch unheil bar krank.

01:36:33: Genau also man kann den nicht heilen, nicht emendieren, nicht verbessern.

01:36:38: Der Text bei Häubner ist ... Und

01:36:48: vor dem Honesta ist ein Crux.

01:36:49: Also Kruge ist Desperationen sind ja Der Marker des Editors, der Editorin meistens des Editors auch zu sagen okay das kann so nicht gewesen sein aber ich hab

01:37:04: nix.

01:37:06: Also man kriegt das schon irgendwie hin da einen Sinn rauszubekommen.

01:37:09: also Ernestus heißt ehrbar und Sedexquis de Terima eure Rentur ist sogar komplett gut verständlich nämlich aber etwas aus dem die allerschlimmsten Dinge entstehen würden entstehen sollten.

01:37:24: Und ja, die übersetzt das auch ungefähr in die Richtung.

01:37:26: Er sagt, it was certainly honorable but from it would come terrible

01:37:30: consequences.".

01:37:31: Also es war sicher erbar aber es würden schlimme Konsequenzen daraus folgen.

01:37:38: Das Problem ist nur... Es ergibt Inhaltlichkeit keinen Sinn?

01:37:40: Nee!

01:37:41: Was war erbar?

01:37:42: Nix an irgendwas war er bar, was gerade geschildert wurde.

01:37:45: Woher sollen diese, wo soll dieses Honesta drinhängen dranhängen?

01:37:49: Transsyntaktisch also Ist ganz komisch.

01:37:52: Ja, und diese ist Tristitis multis die schlimmen die vielen Traurigkeiten.

01:37:57: das Standhole in der Handschrift drin und wurde dann schon früher raus gestrichen von einem gewissen Nipp.

01:38:04: aber also dass er gibt auch keinen Sinn.

01:38:06: und also da kann ich jetzt auch nicht wirklich anders drauf reagieren als dass das Krux die Krugs angebracht ist.

01:38:15: weil was soll es heißen?

01:38:17: Ich weiß so

01:38:19: ja das ergibt keinen Sinn.

01:38:21: Also ich meine, das Einzige was irgendwie ein... Erklärbar wäre, dass dieses Honesta in irgendeiner Form mal etwas anderes war und eben nicht Honesta, da es halt dann irgendwie sowas heißen würde.

01:38:32: also er hat dann quasi dieses Amt bekommen und dieses Amts war zwar in irgender Form eine Auszeichnung aber eine Auszeichnung aus der das Schlimmste entstehen sollte.

01:38:40: irgendwie so wie in die Richtung

01:38:41: Ja, aber es gibt halt kein Wort Was nahe genug an Honesta dran ist, dass man da sinnvoll spekulieren könnte.

01:38:48: Dass das damals gestanden haben könnte ne?

01:38:51: Also wenn es so ein relativ offensichtlicher Schreibfehler ist dann kann man's ja emmendieren.

01:38:54: aber ich wüsste jetzt nicht was da stattdessen für eine Adjektivfette gestanden habe sollen was mehr Sinn ergeben hätte.

01:39:01: und wir sind ja immer... Das hatten wir auch schon mehr vor.

01:39:03: Wir sind ja eher zögerlich zu emmendiieren und lieber der Handschrift zu glauben.

01:39:08: Aber hier bin ich jetzt auch an dem Punkt also Honesta Gehe davon aus, dass Tatsitus das dann nicht hingeschrieben hat.

01:39:14: Aber ich weiß auch nicht was sonst?

01:39:16: Also ja... Das ist der etwas unbefriedigende Schluss dieses Buches.

01:39:22: Auch wenn es in Sachen Drama und Unterhaltsamkeit ist schon... Hat's was zu bieten.

01:39:28: Ist das Buch!

01:39:30: Aber es ist schon crazy.

01:39:33: Ganz bisschen,

01:39:34: ne?!

01:39:35: Übrigens auch schön ist mir jetzt gerade bei der Diskussion nochmal aufgefallen, dass es für Claudius natürlich total okay ist, außerjährliche Beziehungen zu haben mit Sexarbeiterinnen.

01:39:44: Das ist überhaupt kein Problem!

01:39:45: Ja und für die Frau ist das natürlich... Also ich mein gut so wie Messalina das inszeniert hat würde man jetzt auch noch mal eine andere Dimension von außerjährlicher Beziehung.

01:39:54: aber

01:39:54: ja vielleicht schon, aber ja.

01:39:56: Nein,

01:39:57: das nur am Rand.

01:39:58: Gut, das war Buch elf

01:40:07: So was können wir?

01:40:10: Zusammenfassend über dieses Buch sagen.

01:40:12: Ich glaube jetzt insbesondere in der zweiten Hälfte dessen was wir haben, also eigentlich im letzten Viertel wahrscheinlich wird die Absurdität mit der dieser Hof funktioniert schon noch mal sehr gesteigert und deutlich.

01:40:29: Also wir sind jetzt hier nicht mehr nur im Intrigen gesponnen noch und nöcher wie das ja bei Tiberius auch schon war sondern halt wirklich auch völlig absurden Entscheidungen und irgendwie naiven inszenierungen.

01:40:46: Und all dem, der Fokus darauf ist aber nicht nur... oder der Eindruck ist glaube ich nicht nur deswegen so stark weil die Absurditäten per se zunehmen sondern auch deswegen weil sich der Fokuss einfach so stark verengt.

01:41:00: Es geht jetzt hier viel weniger vor allem in den letzten Teil viel weniger um die konkreten auf der politischen Bühne sich vollziehenden Interaktionen von Kaiser und Senatoren oder von mir aus eigentlich anderen wichtigen politischen Figuren, sondern es geht hier um das Privatleben des Kaisers letztendlich.

01:41:21: Dass aber eben massiv in die Öffentlichkeit getragen wird und dass bis zum gewissen Grad diese Öffentlichkeit dann eben auch bestimmt.

01:41:29: Also diese Trennung zwischen dem was irgendwie ... im Haus des Kaisers passiert und dem was in Rom passiert, wird irgendwie aufgehoben.

01:41:40: Und bis dann ist es grad gleich gesetzt?

01:41:42: Ja... Was dann umso interessanter ist als dass Claudius ja in den zwei Sphären eigentlich ein sehr unterschiedliches Bild abgeht, ne?

01:41:50: Weil also Familie wirkt er jetzt echt nicht so oft sagt, dass er das einfach ewig nicht bemerkt hat, was seine Frau da eigentlich macht.

01:41:58: Das ist schon... Jetzt gibt er kein gutes Bild ab,

01:42:01: ne?!

01:42:02: Aber... In dem was er jetzt eigentlich politisch macht, also Ahr macht da überhaupt mal was.

01:42:07: Was ja Tiberius nicht unbedingt ausgezeichnet

01:42:11: ist.

01:42:13: Also Claudius hat sogar selbst Dinge getan und angestoßen, was Tiberios nie eingefallen wäre.

01:42:19: Und macht auch tatsächlich Dinge die zu der Zeit einen großen Einfluss gehabt haben wie eben die Zulassung von den Gallien zu diesen Ämtern für den Senat.

01:42:30: Das muss ja zu der Zeit ein Umbruch gewesen sein und was ja auch jetzt aus historischer Perspektive eine sehr wichtige Entscheidung gewesen ist, die wir ja sogar... ...aus unserer Sicht begrüßen würden.

01:42:42: Und ich habe jetzt wirklich beim Lesen nochmal gedacht also ja Claudius kennt man so als diesen unfähigen Typen halt.

01:42:49: Also so rein politisch war das jetzt gar nicht so schlecht?

01:42:54: Ja!

01:42:54: Zumindest in dem Ausschnitt den wir da bekommen.

01:42:56: Wir müssen dann noch schauen wie es im nächsten Buch weitergeht.

01:43:00: Ja,

01:43:00: da ist noch Raum.

01:43:01: Da ist auch Luft

01:43:03: nach unten.

01:43:04: Aber wir haben ja vorhin schon ein bisschen darüber gesprochen und ich habe schon auch ein bisschen das Gefühl als ob Tatsache, dass hier zumindest in gewissen Aspekten sich um eine differenziertere Darstellung irgendwie bemüht.

01:43:14: Und wie gesagt also auch in dieser Situation mit Messer Lina... Glaring Sexism, dass es halt irgendwie okay ist wenn er und nicht so okay wird.

01:43:24: Auch wenn sie's halt schon auch auf eine andere Art und Weise macht und so aber trotzdem das alles irgendwie rausgerechnet bleibt jetzt natürlich schon irgendwie das halb komische Bild von von Claudius da als dem quasi Gehörten der nicht weiß wie ihm geschieht und wo im Kopf steht und gleichzeitig ist es aber keine komplett Ja unsympathische Schilderung, also man kann schon für ihn mitfühlen.

01:43:51: Weil das einfach so absurd ist was Messalina da abzieht dass glaube ich da jeder erstmal nur davor sitzt und sich sagt WTF?

01:44:01: Und auch ein Betroffener wahrscheinlich erst wenn du hast was getan...

01:44:07: Also ja auf der einen Seite die starke Verschiebung des Fokus auf das Privatleben ... des Kaisers und diese zunehmende Gleichsetzung von Privatleben, das Kaiser mit politischem Alltag.

01:44:20: Auf der anderen Seite eben diese ja quasi binäre Darstellung von Claudius als auf der einen Seite im Privatlebenssob blind... ...auf die anderen Seite auf den politischen Bühnen so in dem Ausmaß, indem es ihn noch gibt aktiver als Tiberius.

01:44:34: Das sind glaube ich wichtige Sachen.

01:44:36: und dann ist mir halt eingedanken auch gekommen dass sich hier ein Muster fortsetzt mit den bisherigen Analys-Bügern auch schon haben.

01:44:45: Es gibt immer Platz für genau eine starke Frauenfigur, oder?

01:44:49: Also wir hatten halt irgendwie Livia am Beginn dann zwischendurch ein bisschen Agribina die Ältere, die ja dann auch irgendwie hinter ihren Möglichkeiten zurückgeblieben ist weil Tatsu das einfach halt keinen Platz mehr für sie geschaffen hat.

01:45:02: Das sind aber auch die Einzige, die irgendwie positiv prässten.

01:45:05: Ja stimmt!

01:45:08: Und hier eben Messerlina abgeräumt wird und jetzt einen Platz macht für Agrippina in den nächsten Büchern, also die Jünger.

01:45:20: Das war also Buch elf und Buch zwölf wird nicht weniger aufregend.

01:45:26: Mal schauen wie Claudius sich dann anstellt?

01:45:29: Genau!

01:45:30: Und was ihm am Ende passiert.

01:45:32: Anders.

01:45:34: Ja, dann freue ich mich auf die nächste Folge zu den Analyse.

01:45:39: Ich freue mich auch auf die Unsere regulären Folgen.

01:45:42: Wir freuen uns, wenn ihr bei einer dieser Reihen oder bei beiden das nächste Mal auch wieder zuhört.

01:45:50: Diana danke heute für das wie immer Lehrreiche.

01:45:53: ich finde heute irgendwie... Also man merkt irgendwie wir sind in einem anderen Teil des Buches angekommen?

01:45:59: Oder ist es schon anders?

01:46:01: Ja!

01:46:01: Wir haben es mehrfach schon gesagt was es noch mal ärgerlicher macht dass das zwischen drinnen weg ist Und man die Entwicklung nicht ganz nachvollziehen kann, weil ich finde auch das ist jetzt doch noch einmal ein deutlicher Bruch zu dem was wir bei Tiberius hatten.

01:46:15: Genau aber ja war auf jeden Fall schön mit dir darüber zu

01:46:17: sprechen

01:46:19: und euch danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

01:46:23: Bis dahin!

01:46:24: Tschüss.