(54) Die Medea von Christa Wolf
Shownotes
Content Note: Gewalt (vor allem, aber nicht nur, Kindesmord)
In diesem Monat ist eine modernere Interpretation des Medea-Mythos an der Reihe: der Roman "Medea. Stimmen" von Christa Wolf. Wir diskutieren unter anderem darüber, wie Wolfs Ansatz sich von den beiden antiken Tragödien unterscheidet (und von Wolfs Kassandra, die wir in Folge 29 besprochen haben), wie die Vielstimmigkeit des Romans funktioniert und wie die Post-Wende-Zeit diese Version des Mythos geprägt hat.
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In der Folge erwähnt:
- Bisherige Folgen zur Tragödie: Einführung, Medea von Euripides und Medea von Seneca
- Wolf, Christa: Medea. Stimmen, Roman. Luchterhand, München 1996 (neueste Ausgabe von Suhrkamp, Berlin 2010).
- Mau, Steffen: Lütten Klein. Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft, Berlin 2019.
- ders.: Ungleich vereint. Warum der Osten anders bleibt, Berlin 2024.
- Wolf, Christa: Was bleibt. Erzählung. Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1990 (neueste Ausgabe von Suhrkamp, Frankfurt 2007).
- Loster-Schneider, Gudrun: Intertextualität und Intermedialität als Mittel Ästhetischer Innovation in Christa Wolfs Roman Medea. Stimmen. In: Wende, Waltraud (Hrsg.): Nora verläßt ihr Puppenheim, Siegen 2000, S. 222-249.
- Das Cato-Zitat ist aus Liv. 34.3.3.
- Le Guin, Ursula K.: The Ones Who Walk Away From Omelas, Kurzgeschichte 1973.
- Foroutan, Naika & Hensel, Jana: Die Gesellschaft der Anderen, Berlin 2020.
Kapitelmarken:
(00:00:00) Intro
(00:09:08) Basics zu Christa Wolf und dem Roman
(00:31:11) Die Figuren
(01:07:25) Ab hier Spoiler! Der Kern des Mythos
(01:18:13) Fazit